DIE ZEIT

Differenz

Je verwirrender und vielfältiger sich die Stasi-Problematik von Fall zu Fall darstellt, desto plausibler wird die Forderung: differenzieren! Aber zu unterscheiden sind nicht nur die Fälle, sondern auch die Rollen bei der Aufarbeitung der Vergangenheit.

Vertraut

Bernhard Vogel nach Thüringen zu exportieren ist keine glänzende Idee. In Mainz wurde er abgehalftert (von Kronprinzen, die nicht einmal sein Format hatten), für Erfurt soll gerade er der Richtige sein.

Wo die Wirtschaft ihr Geld verdient

Das Szenario läßt einem das Blut in den Adern gefrieren: Weil die Löhne zu hoch und die Arbeiter zu faul sind, darüber hinaus der Fiskus immer gieriger wird, verlagern ganze Heerscharen deutscher Unternehmen ihr Kapital ins Ausland.

Warum blockt Bonn ab?

Im Boden von Nordsomalia liegen rund 1,4 Millionen Landminen – eine tödliche Erblast des Bürgerkrieges. Tagtäglich werden Menschen von diesen heimtückischen Waffen getötet oder verstümmelt.

Worte der Woche

„Rechtsanwälte, Pfarrer, Lehrer, Ärzte und politische Entscheidungsträger, die mit der Staatssicherheit konspirative Gespräche geführt haben, sollen jetzt mindestens eine Runde aussetzen.

Zeitspiegel

In den Details ist man sich einig, Probleme macht nur das Grundsätzliche: Die iranische Regierung will Mohammed Izvad Larijani als Botschafter nach London entsenden, die Briten werden Patrick Wogan oder Charles Drace-Francis auf den Außenposten in Teheran setzen.

Botschaft zur Lage der Nation: Der Präsident im Zugzwang

Im Abseits lag das Weiße Haus, als die Redskins am Dienstag als Super-Bowl-Sieger – höchster Triumph im professionellen Football – nach Washington zurückkehrten und von einer jubeltrunkenen Menge verschlungen wurden.

KOLUMNE: Die Macht und der Schmutz

Das Feld der politischen Moral grenzt in Deutschland leider unmittelbar an den Schmutz. Deswegen streitet man im Falle von Grenzgängern eben erbittert über Persilscheine oder Schandflecke.

Der andere Vogel

Wenn sie sich sympathisch werden, wenn Bernhard Vogel den Thüringern nicht fremd bleibt und sie ihm, dann wird das Land wohl einen richtigen Landesvater bekommen – und einen geradezu akribischen Ministerpräsidenten sowieso.

Wolfgang Ebert: Sport mit Tradition

Das Abschießen ist eine traditionsreiche, klassische Sportart, die sich bei uns wachsender Beliebtheit erfreut. Als ideale Wildbahn gelten Vorzimmer, Hinterzimmer, Chefbüros, Hauptversammlungen, Vorstandssitzungen, Redaktionsversammlungen, Verbandstagungen, Vereinsabende.

Bonner Bühne: Das Jahr der Partei

In diesen Tagen hat der Vorsitzende wieder mächtig an den Parteistrippen gezogen, in Rheinland-Pfalz ebenso wie in Baden-Württemberg und erst recht in Thüringen.

Weltbühne: Menschliches Treibgut

Wir haben", so schrieb die Flüchtlingshochkommissarin der Vereinten Nationen zu Weihnachten in der ZEIT, "das Jahr 1992 zum Jahr der freiwilligen Rückkehr erklärt.

Vom Plan zum Markt

Oktober 1990: Gorbatschow legt einen wenig überzeugenden Kompromißplan aus dem "500-Tage-Programm" zur Marktwirtschaft des Wirtschaftswissenschaftlers Jawlinskij und aus einem Konkurrenzentwurf des Ministerpräsidenten Ryschkow vor.

Hamburg: Wer zahlt schon gern Steuern?

Ein als langer Prozeß geplantes Gerichtsverfahren ist unerwartet nach nur viereinhalb Verhandlungstagen mit den Plädoyers in die Zielgerade gegangen: ein mildes Urteil für den ehemaligen Leiter des Finanzamtes Hamburg-Elbufer, Siegfried Röhlig.

Sie schlafen ein oder verblöden

„Gegenüber den Polit-Ossis Duchac, Gomolka und Günther Krause, deren politische Vergangenheit die der glanzlosen Opportunisten war, ist er ein Monument an Widerstandskraft gewesen, und es spricht für ihn, daß er gerade darauf nicht beharrt.

Niedersachsen: Gastrecht verwirkt

Ausländer raus“ – der Schlachtruf, mit dem der aus Österreich stammende Neonaziführer Karl Polacek jahrelang zur Jagd auf Türken und Asylbewerber geblasen hat, trifft ihn nun als Bumerang.

Schleswig-Holstein: Anklage flott entgleist

Die Welt ist wieder in Ordnung und der Richter Manfred Selbmann auch. Vergessen sind seine harschen Brokdorf-Urteile, vergessen auch das Flugblatt, auf dem die "Soligruppe R & K" dem Gericht "jegliche Legitimation" abspricht.

Totgesagte leben länger

Die Rekorde werden einen Ehrenplatz in den Chroniken der wichtigsten deutschen Industriebranche erhalten: Nie produzierten die Autowerker mehr Fahrzeuge, und in keinem Jahr rollten so viele neue Personenwagen auf die ohnehin überfüllten Straßen als 1991 – 4,26 Millionen Volkswagen, Fiat, Peugeot, Opel, Ford, Renault, Mercedes, Audi und BMW.

Entfremdete Weggenossen

Ein Herz und eine Seele sind sie schon lange nicht mehr. Das Bündnis zwischen Sozialdemokraten und Gewerkschaftern, dem in der deutschen Geschichte viele soziale Errungenschaften zu verdanken sind, hat in den vergangenen Jahren tiefe Risse bekommen.

Vergebliche Abwicklung

Über die Macht der Banken wurde in der Bundesrepublik schon viel diskutiert. Aber in jüngster Zeit ist das Interesse an dem Thema erlahmt.

Fritz Vorholz:: Monopole unter Strom

Ein Portugiese in Brüsseler Dienst macht sich anheischig, eine heilige Kuh zu schlachten. Antonio Cardoso e Cunha ist bei der EG-Kommission für Energiefragen zuständig.

Bundesbankgewinn: Unverdient

Im Kapitalismus gilt ein einfaches Prinzip: Gute Leistungen führen zum Erfolg am Markt und werden finanziell honoriert, Versagen wird bestraft.

Nachtarbeit: Unkontrolliert

Die höchsten Richter in Karlsruhe haben das Nachtarbeitsverbot für Arbeiterinnen für verfassungswidrig erklärt. Es benachteilige diese Frauen gegenüber den männlichen Beschäftigten und weiblichen Angestellten, die bisher schon ihre Brötchen verdienen dürfen, wenn andere schlafen, erklärt das Bundesverfassungsgericht.

Bonner Kulisse

Wie leichtfertig Bonn bei der Weitergabe von High-Tech an den Irak vorgegangen ist, hat der SPD-Abgeordnete Ernst Schwanhold in der vergangenen Woche bei der Verabschiedung der neuen Rüstungsexportkontrollen noch einmal deutlich gemacht.

Rudolf Engen Was nun, Mölli?: Was nun, Mölli?

Immer wenn Bundeswirtschaftsminister Jürgen Möllemann, die Ideen ausgehen, um öffentliches Aufsehen zu erregen, wendet er sich wegen neuer Tips für PR-Aktionen an die Europäische Management- und Marketing-Agentur (EMMA).

Teure Zugpferde

Neue Sender und Programmstrukturen verschärfen den Kampf um Stars und Einschaltquoten

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