Mehr Urlaubsqualität durch Verkehrsberuhigung, darauf setzen neun Schweizer und sieben österreichische Skiorte.

Alle Ferienorte, die sich 1988 zur Gemeinschaft autofreier Schweizer Tourismusorte, Gast, zusammenschlössen, hätten wegen ihrer ungünstigen topographischen Lage nur unter hohem finanziellen Aufwand Straßenverbindungen einrichten können. Sie haben es aber verstanden, aus ihrer Not eine Tugend zu machen: Autofreiheit wurde zum Qualitätssymbol.

Wer auf die 1956 Meter hoch gelegene Bettmeralp im Schweizer Wallis reist, läßt in der Talgemeinde Betten sein Auto zurück und erreicht mit der Seilbahn sein Urlaubsquartier. Dreißig Kilometer Pisten am Ort, und zehn Kilometer gespurte Loipen ermöglichen sportliche Betätigung. Unmittelbar benachbart liegt die Riederalp. Auf 1933 Meter führt von Morel aus eine Seilbahn.

In Braunwald im Kanton Glarus finden sich im Winter vor allem Familien mit Kindern ein. Die kleine Skiregion bietet 25 Kilometer leichte bis mittelschwere Pisten, daneben noch 4 Kilometer Schlittenwege und 8 Kilometer Langlaufloipen. Den Ort erreicht man mit einer Standseilbahn.

Die Gemeinde Mürren, unterhalb des Schilthorns, liegt im Berner Oberland. Während die Autos in Lauterbrunnen oder Stechelberg geparkt sind, vergnügen sich Wintersportler auf den 150 Kilometern Skiabfahrten und den 12 Kilometern Langlaufloipen.

Im Wintersportort Wengen erschließen 43 Liftanlagen im Schatten von Eiger, Mönch und Jungfrau 195 Pistenkilometer.

Saas-Fee, Skiort in 1800 Meter Seehöhe, wird umrahmt von den Viertausendern der Walliser Alpen. Die Autos bleiben auf den Parkplätzen vor dem Ortseingang. Das 80 Pistenkilometer umfassende Skigebiet reicht hinauf bis zum Mittelallalin-Gletscher in 3500 Meter Höhe.