DIE ZEIT

Saddam mauert weiter

Der Nervenkrieg eskaliert wieder. Wie nach der Besetzung Kuwaits strapaziert das irakische Regime erneut die Geduld des Weltsicherheitsrates.

Die Uni für alle

Sind die Bildungsexperten in Wirtschaft und Politik endgültig übergeschnappt? Da bersten die Hochschulen unter dem Druck des Studentenansturms – als Folge eines angeblich minderwertigen Abiturs, das die Massen nicht mehr zu filtern vermag und den Präsidenten des Deutschen Hochschulverbandes zu einer Art nostalgischer Wutattacke verleitete.

Da waren’s nur noch zwei

Erst Gies, dann Duchac, jetzt Gomolka: Wie im Abzählreim wird die politische Erstausstattung der neuen Bundesländer abgelöst.

Zeitspiegel

In seinem Interview mit der ZEIT (Nr. 12/92) hat Valentin Falin, der ehemalige Leiter der Internationalen Abteilung des Zentralkomitees der seit August 1991 verbotenen KPdSU, die Behauptung aufgestellt, daß auf seine Initiative hin Mitte 1989 alle finanziellen Transaktionen dieser Abteilung eingestellt worden seien.

Worte der Woche

„Wer die Geschichte erst 1989 oder kurz davor anfangen läßt, kann gedanklich nicht anders, als zu kurz zu springen. 1987 war man noch nicht so schlau wie 1989, sonst wären die Aufmerksamkeiten für den Staatsratsvorsitzenden der DDR vermutlich bescheidener ausgefallen.

Eine Reise wie noch nie

In zwanzig Tagen durch die GUS: Vom 23. Februar bis zum 13. März hat Hans-Jochen Vogel eine Reise unternommen wie kein Politiker aus Ost oder West vor ihm.

KOLUMNE: Gegen die Geschichte

Die Politik in Deutschland steht vor einer Zäsur. Sobald die Wahlen in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg hinter uns liegen, wird die vom Bundeskanzler heute noch leise intonierte "Bestandsaufnahme" in den Mittelpunkt der Debatte rücken.

Wolfgang Ebert: Bonner Streitkultur

Moderator: Verehrte Zuschauerinnen und Zuschauer! Damit sind wir am Ende unserer Sendung angelangt. Nicht alle Fragen konnten beantwortet, nicht alle Probleme gelöst werden.

Bonner Bühne: Gelöste Einheit

"Was ich erlebe, ist ein konservativ-restaurativer Rückfall, Flucht ins Geschäft, ökologische Ignoranz, Arroganz der neuen Mehrheiten, panische Vergeßlichkeit – und die Aufforderung, nun endlich einmal das Positive zu.

Weltbühne: Rückkehr des Haudegens

Alle vier Jahre meldet sich die Weltmacht Amerika von der Weltbühne ab und zieht in den Wahlkampf. Freund und Feind schienen gelernt zu haben, damit zu leben.

Der Häuserkampf

Leipzig könnte die Boom Town des deutschen Ostens sein. Messestadt, Medienstadt, Bücherstadt, Universitätsstadt, Banken- und Dienstleistungszentrum, Industriestandort.

Zwei Milliarden für Munition

„Ich habe diesen deutschen Rechtsstaat unter großen Mühen mit aufgebaut. Und ich fürchte um ihn. Wenn ich zum Beispiel lese, daß die Anklageschrift gegen Honecker 500 Seiten umfassen soll, oder höre, daß sie im Frühjahr veröffentlicht werden soll, frage ich mich als ehemaliger Verfassungsrichter: Wie kann eine Anklageschrift fertiggestellt werden, ohne daß der Betroffene ein einziges Mal vernommen wurde? Es kann ein Haftbefehl, aber doch keine Anklageschrift ausgestellt werden.

Baden-Württemberg: Wenn’s dem Nachbarn nicht gefällt

Die großen alten Bäume spenden seit vielen Jahrzehnten Schatten. Eine romantische Kapelle lädt zu Besinnlichkeit ein. Ein angenehmer Wind sorgt auf der Freiterrasse mit Blick über die Stadt hinweg auf die Höhen des Schwarzwalds für einen angenehmen Genuß von Kaffee und Kuchen.

Jeden vierten trifft es hart

Es war auf der 217. Sitzung des elften Deutschen Bundestages am 21. Juni 1990, da sagte Bundeskanzler Helmut Kohl: "Für die Deutschen in der Bundesrepublik gilt: Keiner wird wegen der Vereinigung Deutschlands auf etwas verzichten müssen.

"Der kalte Krieg ist vorbei"

Nicht nur im Bankenstreik arbeiten die einst verfeindeten Gewerkschaften DAG und HBV immer enger zusammen

Gunhild Lütge:: Retten, was zu retten ist

Ginge es allein nach dem Andrang von Ausstellern und Besuchern zur großen Computerschau Cebit, die jetzt in Hannover zu Ende geht, bestünde kein Grund zur Sorge für die Branche.

Bonner Kulisse

Bisher reagierte die Bundesregierung auf Abgeordnetenanfragen zum Bundesnachrichtendienst (BND) oft so zurückhaltend, daß die Antworten auch schon mal falsch ausfielen.

Ritt auf der falschen Welle

Jedes Angebot schafft sich seine Nachfrage, sagt das Saysche Gesetz. Einen Beweis für diese These haben die Ministerpräsidenten der Länder jetzt geliefert: Einstimmig votierten sie in der vergangenen Woche für die Gründung einer neuen öffentlich-rechtlichen Körperschaft, die künftig zwei nationale Hörfunkprogramme verbreiten soll.

Drogen: Teures Politikversagen

Das Drogenproblem findet in der Öffentlichkeit immer stärkere Beachtung. In Deutschland wird ein „Recht auf Sucht“ postuliert und die Frage erörtert, ob die „weichen“ Drogen legalisiert werden sollten; seit geraumer Zeit laufen Versuche, Methadon kontrolliert an Heroinsüchtige abzugeben.

Aufholjagd im Osten

Auch das ist ein Vereinigungseffekt: Erstmals seit langem taucht in der Liste der fünfzehn beliebtesten Autotypen mit dem Renault R 19 eine ausländische Marke auf.

Automobilindustrie: „Wir sind weiter als die Japaner“

Steger: Ja, die Autoindustrie ist da überhaupt ein sehr lohnendes Betätigungsfeld. Wenn Sie einen interessanten Lehrstuhl mit einem florierenden Forschungsinstitut haben, gibt es nur wenige Jobs in der Industrie, die zum Wechseln motivieren.

Ungewöhnliche Karriere

Das neue Ressort „Umwelt und Verkehr“ im Vorstand von Volkswagen, das der Wirtschaftswissenschaftler und Ökologe Ulrich Steger seit September vergangenen Jahres übernahm, existiert in keinem anderen Unternehmen der Autoindustrie.

Vorlage zum Steuerbetrug

Eine gewisse Schadenfreude war dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Deutschen Steuer-Gewerkschaft, Harold Hartmann, anzumerken.

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