Einen neuartigen Kühlschrank, der 40 Prozent weniger Energie als herkömmliche Modelle verbrauchen und ohne Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) auskommen soll, entwickelt derzeit eine US-Firma. Das Prinzip: Der Kompressor, in dem das Kühlmittel zusammengedrückt wird, bevor es in die Kühlrillen expandiert, nutzt Schallwellen anstelle einer Kolbenpumpe. Herkömmliche Pumpen müssen geschmiert werden – Kühlmittel haben sich also mit dem Schmiermittel zu vertragen, und dafür kamen bisher nur FCKW in Frage. Das Problem entfällt, wenn nichts geschmiert werden muß. Wie der New Scientist (Nr. 1815, S. 21) berichtet, soll in dem neuen Kühlschrank ein Elektromotor eine Membran in Schwingungen versetzen, welche akustische Wellen im gasförmigen Kühlmittel erzeugen. Die Wellen wandern durch einen Resonanzkörper und werden verstärkt; an dem Punkt, an dem das Gas am stärksten komprimiert wird, öffnet sich ein Auslaßventil und entläßt das Kühlgas in die Kühlrillen.

Die „kleinen grauen Zellen“ (Neuronen) im vollentwickelten Hirn teilen sich nicht mehr, anders als zum Beispiel Haut- oder Blutzellen. Zwei Forscher der Universität von Calgary (Kanada) haben die alte Erkenntnis in Frage gestellt. Sie brachten Kulturen von Gehirnzellen erwachsener Mäuse wieder zur Produktion neuer Neuronen, wenn sie diese Zellen mit einem Wachstumshormon behandelten ( Science‚ Bd. 255, S. 1646). In lebenden Mäusehirnen wurde dieser Vorgang allerdings noch nicht beobachtet.

Sie haben ein Dokument in Ihrem Personalcomputer gespeichert, befinden sich auf Dienstreise und benötigen es plötzlich? Das Xerox-Forschungszentrum in Palo Alto (Kalifornien), das bereits die „Maus“ und andere praktische Geräte zur Computerbedienung erfunden hat, stellte Ende März eine Lösung des Problems vor: Faxen Sie Ihrem Computer ein Formblatt – und er faxt das gewünschte Dokument zurück. Wenn der Computer an ein Faxgerät angeschlossen ist und das Programm „Dubbed Paperworks“ auf dem Rechner läuft, wird er zum Archiv mit Versandfunktion, das von jedem Faxgerät aus zu benutzen ist. Gero von Randow

Fehler auf deutscher Briefmarke. Durch eine Leserzuschrift in Nature (Vol. 254, S. 427) wurde bekannt, daß die Briefmarke der Deutschen Bundespost zum hundertjährigen Bestehen der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahre 1989 einen Schnitzer enthält. Die abgebildete Bevölkerungsstatistik für 1989 spiegelt in Wirklichkeit die Daten von 1985 wider. Die tiefen Einschnitte bei den 40- und 67jährigen würden nämlich einem starken Geburtenrückgang in den Jahren 1922 und 1949 entsprechen. Beide Jahre waren aber relativ geburtenstark; sehr geringe Geburtenraten traten tatsächlich nur am Ende beider Weltkriege 1918 und 1945 auf. Die abgebildete Prognose für das Jahr 2000 ist dagegen korrekt. klaro