Die pädagogischen Qualitäten von Fahrlehrern lassen zu wünschen übrig, das weiß jeder Autofahrer, denn um ihn herum auf den Straßen wimmelt es nur so von Dränglern, Parkrüpeln und Vogelzeigern. Und wo kommen sie alle her – die notorischen Raser, die mutigen Rechtsüberholer? Sie haben sämtlich ihren Führerschein bei einem Fahrlehrer gemacht.

Nur fair ist es da, wenn die Ausbilder ihren mißratenen Schülern mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn denen Unbill von den Behörden droht – der Führerscheinentzug. Wer nämlich vierzehn Punkte oder mehr auf seinem Konto in der Flensburger Verkehrssünderkartei zusammengefahren hat, muß mindestens die theoretische Prüfung wiederholen. Und dabei – die Fahrschule ist ja auch schon lange her – rasselt fast jeder durch, wenn er vorher nicht neu trainiert. Und hier nun bieten die Fahrlehrer behördlich anerkannte Hilfe. Bundesweit offerieren sie „Aufbauseminare für Kraftfahrer“: vier Sitzungen zu 135 Minuten Theorie und eine praktische Fahrprobe.

Bei Erfolg sind auf dem Konto in Flensburg vier Punkte weniger – und in jedem Fall auf dem Konto der Fahrschule 420 Mark mehr. üth