In der oberen Luftschicht manchmal zuwenig, in der unteren manchmal zuviel, und mittlerweile auch in der großen Wäsche. Was ist das? Antwort: Ozon. Das giftige Gas, dessen Moleküle aus drei Sauerstoffatomen bestehen, baut mit Vorliebe organische Verbindungen ab, weshalb es Ingenieure seit geraumer Zeit als Fleckentferner nutzen wollen. Eine Firma in Florida bietet nun Waschmaschinen an, deren Ozon nicht aus teurem Reinsauerstoff, sondern aus der kostenlosen Umgebungsluft gewonnen wird. Das Ozon, gelöst in kaltem Wasser, beseitigt nach Angaben der Firma binnen zehn Minuten sämtliche Flecken, die oxidiert werden können – und das sind fast alle. Den fettigen Rest besorgt eine Waschlauge. Die Ozonmaschine soll mehrere Vorteile vereinen: Sie wasche, so heißt es, schneller, energiesparender und schonender als herkömmliche Waschmaschinen (New Scientist, 11. 4. 92, S. 18). GvR