Liebe Yvonne Roeb, 15, aus Bad Homburg! Kürzlich haben wir in einer Zeitschrift einen tollen Satz von dir gelesen: „Ich würde etwas gegen den Kaufrausch tun.“ Gut gesagt. Finden wir echt prima, daß du uns das einfach so an den Kopf wirfst. Wir kaufen ja viel zuviel, zum Beispiel Klamotten: ständig neue Hemden, Hosen und Jacken. Am liebsten kaufen wir bei Esprit. Das sind die allertollsten Klamotten überhaupt. Findest du das nicht auch? Aber natürlich sind wir irgendwie gar nicht glücklich. Das viele Geld, einfach so zum Fenster hinausgeworfen. Aber jetzt gehen wir nicht mehr zu Esprit. Keine Klamotten mehr. Wir gehen auch nicht mehr aus. Kostet alles nur Geld. Wir sitzen nur noch zu Hause und machen uns Sorgen wegen der Überbevölkerung. Darauf hat uns – ebenfalls in dieser Zeitschrift – deine Freundin hingewiesen.

Finden wir übrigens supertoll von Esprit, daß die dich in ihren doppelseitigen Anzeigen einen solch gescheiten Satz sagen lassen. Sogar mit Photo. Völlig uneigennützig sind die; sie machen einfach keine Werbung mehr, sondern wollen uns vom Kaufrausch befreien. Danke Yvonne. Danke Esprit. Gruß dk