Von Michael Schwelien

Die Gemeinde der Ebenezer Baptist Church stimmt sich auf den Höhepunkt ein: auf die Predigt, das Wort Gottes aus Priestermund. „Im Namen Jesu, o Lord, laß es geschehen, gib uns Frieden“, sagt Pastorin Sharon Austin, aber sie bittet nicht, sie bettelt nicht. Wenn sich ihre Stimme vom Raunen zum Donnern steigert, wenn sich ihre Worte überschlagen, dann klingt es wie ein Befehl: „Lord, do it, let there be peace.“

„Halleluja“, fallen die Gläubigen ein, und der Martin-Luther-King-Chor, zwei Dutzend junger schwarzer Frauen und Männer in bodenlangen rosa Roben, wechselt vom Summen zum Singen: „Jesus is a rock“ – ein Fels, der in der Brandung Zuflucht bietet.

„Lord do it, wir wandten uns an Bush, der sagte, er könne nichts tun.“

„Halleluja, Jesus is a rock.“

„Lord do u. wir wandten uns an das Oberste Gericht, es sagte, es könne nichts tun.“

„Allmächtiger ... Jesus is a rock.“