Bundesbahn und Lufthansa starten Ende Mai ein Pilotprojekt: Die Passagiere der deutschen Luftlinie sollen zukünftig schon am Bahnschalter einchecken können.

Reisende, die mit Lufthansa-Maschinen den Frankfurter Rhein-Main-Flughafen verlassen, haben vom 31. Mai an Gelegenheit, den neuen Service auszuprobieren: Auf sechs Bahnhöfen der IC-Linie 1 zwischen Köln und Nürnberg werden Sonderschalter eingerichtet, an denen die Passagiere nicht nur ihre Rail-&-Fly-Bahnfahrkarte kaufen, sondern auch gleich ihr Gepäck aufgeben und für den Flug einchecken können. Beteiligt sind die IC-Stationen Köln, Bonn, Koblenz, Aschaffenburg, Würzburg und Nürnberg.

Koffer und Taschen können bis zu 24 Stunden vorher, aber auch noch zwanzig Minuten vor Abfahrt des IC-Zuges aufgegeben werden für die durchgehende Abfertigung. Die Sicherheitskontrollen entsprechen denen auf dem Flughafen; Bahnbeamte erhalten bei der Lufthansa dafür ein spezielles Training.

Bis Frankfurt werden die Koffer nicht im Gepäckwaggon, sondern in einem verschlossenen Abteil transportiert und vom Flughafenpersonal in Empfang genommen (in der Regel soll das Gepäck im gleichen Zug befördert werden wie der Passagier). Bis zu dreißig Gepäckstücke können pro Zug mitgenommen werden.

Auch die Sitzplätze im Flugzeug sind schon am Bahnschalter zu reservieren, und zwar über einen Online-Datenanschluß an das Lufthansa-Reservierungssystem. Die Bordkarten werden dann bereits am Bahnschalter ausgehändigt. Wer allerdings mit Übergepäck reist, bekommt seine Bordkarte erst in Frankfurt am Expreß-Check-in – ohne langes Anstehen (das Gepäck wird trotzdem im selben Zug mitgeschickt).

Es ist bereits geplant, diesen Service auf weitere Bahnhöfe, Flughäfen und Airlines auszudehnen. Allerdings existiert bisher noch keine Möglichkeit, schon am Abflughafen den Bahnsitzplatz für die Heimreise zu reservieren und das Reisegepäck bis zum Zielort durchgehend aufzugeben. lei