ZEIT: Was bedeutet es, die Zustimmung und das Vertrauen so vieler Amerikaner zu haben?

Perot: Ich fühle mich geehrt, ich bin überrascht, und ich verspüre eine große Verantwortung. Ich habe kein persönliches Interesse an einem Engagement in der Politik. Aber wenn sie wollen, daß ich ihnen diene, werde ich es tun – mit ganzem Einsatz.

ZEIT: Was für einen Präsidenten wollen die Amerikaner?

Perot: Sie wollen eine Regierung, die aus dem Volke kommt. Jahrzehntelang haben wir eine Regierung gehabt, die zum Volk gekommen ist – übers Fernsehen. Der Drang, am politischen Prozeß teilzuhaben, gab den Anstoß für die Aktivitäten um meine Person. Ich stehe nur zufällig im Mittelpunkt. Das Volk will die Kontrolle über die Regierung wiedererlangen. Im Augenblick sind die Menschen davon überzeugt, keine Stimme in der Politik zu haben.

ZEIT: Wo versagt die amerikanische Führung?

Perot: Unglücklicherweise gibt es Meinungsumfragen. Auf ihrer Grundlage wird gehandelt – und nicht so, wie es not täte. Deshalb haben wir in Wirklichkeit keine Führung. Wir haben ein Patt zwischen dem Weißen Haus und dem Kongreß.

ZEIT: Herrscht eine Malaise in Amerika, wie Jimmy Carter das einmal nannte?