Neue Treibhaus-Schätzungen

Das IPCC, eine internationale Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern, die den Treibhauseffekt untersucht, hat seinen Bericht aus dem Jahre 1990 aktualisiert. Die Forscher beziehen jetzt unterschiedliche sozioökonomische Entwicklungen ein und legen Unsicherheiten der klimawissenschaftlichen Prognosen dar. Zu den Faktoren, die den Treibhauseffekt abschwächen, rechnen sie den Abbau atmosphärischen Kohlendioxids durch wachsende Biomasse und den Verlust von Ozon (gleichfalls ein Treibhausgas) in der Stratosphäre. Anthropogenes Schwefeldioxid verändere die Wolkendecke, so daß sie Sonnenstrahlen besser abfange, zudem blockiere Schwefeldioxid sogar ohne Wolken einen Teil der Einstrahlung. Das IPCC verringerte seine „beste Schätzung“ für den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bei ausbleibendem Klimaschutz zwischen den Jahren 1990 und 2100 daher von 3,3 Grad Celsius auf 2,5 Grad (Nature, Bd. 357, S. 293-300).