Huiiiii

Am 11. Juni wird die zweite Großzentrifuge der Ruhr-Universität in Betrieb genommen. Bereits seit 1985 schleudert ein Gerät von neun Meter Durchmesser Modelle von Deponie-Anlagen, Türmen und anderen Bauwerken herum und untersucht deren statische Belastbarkeit mit Hilfe von Videokameras, Kurzzeitphotographie und verschiedenen Sensoren. Die neue Zentrifuge, vier Meter im Durchmesser, ist für umfangreiche Versuchsserien mit kleinen Modellen gedacht, die in großer Stückzahl hergestellt werden können. Bochum ist der einzige Standort für Großzentrifugentechnik in Deutschland.

Ankündigungsweltmeister

Anfang Juni mußte nun auch das Schlußseminar des japanischen Projekts „Computer der fünften Generation“ konstatieren, daß die zehn Jahre währende Forschungsarbeit ihr Ziel nicht erreicht hat, Supercomputer zu bauen, mit denen sich „Künstliche Intelligenz“ realisieren läßt. Nach anfänglicher Euphorie (oder Furcht, je nach Standort) wurde schon gegen Ende der achtziger Jahre kritisiert, das Programm sei auf zu viele Ziele gleichzeitig gerichtet. Unterdessen legte die japanische Regierung das nicht minder hochfliegende Programm für die „sechste Generation“ auf – und taufte sie wenig später in real world Computing initiative um. Trotz alier japanischen Ankündigungen sind die USA auf den Gebieten avantgardistischer Rechnerarchitekturen und Computerprogramme nach wie vor führend.

Guten Morgen

Der Wecker klingelt – Sie schlagen drauf, drehen sich um und verschlafen. Ein geradezu klassischer Fall für danebengeratenes HMI-Design (für Laien: HMI = Human Machine Interface, also Mensch-Maschine-Verbindung). Die japanische Spielzeugfirma Tomy hat sich nun die Lösung patentieren lassen. Wenn der Wecker rasselt, läßt ein Mikroprozessor fünf Stöpsel in zufälliger (für Fachleute: pseudozufälliger) Folge aus Löchern herausgucken und wieder darin verschwinden. Um den Alarm auszuschalten, muß sich der Schläfer ein Hämmerchen schnappen und wenigstens drei der Stöpsel treffen, bevor sie abgetaucht sind. Dann ist der Wecker wieder still – und der Mensch mit Sicherheit wach.