Auslands-Bafög geändert

Wer als Bafög-Empfänger im Ausland studiert – und das waren 1990 insgesamt immerhin 7000 Studierende – muß sich auf eine zum Teil erheblich geänderte Förderungssumme einstellen. Das Bundeskabinett hat die Auslandszuschläge den aktuellen Kaufkraftunterschieden angepaßt. Wenn der Bundesrat einer entsprechenden Rechtsverordnung zustimmt, dann werden sich die Summen zum Teil deutlich umverteilen. Wer zum Beispiel in Island studiert, bekommt bislang 530 Mark Zuschlag und müßte dann mit 40 Mark weniger wirtschaften. Studenten in Schweden dagegen, die derzeit nur 230 Mark bekommen, erhielten künftig 420 Mark. Mehr Geld ausgeben könnten dann auch deutsche Bafög-Empfänger in Japan (jetzt 890, vorgesehen 910), Argentinien (jetzt 410, vorgesehen 530) und Peru (jetzt 180, vorgesehen 450). Sparen müßten dagegen Studierende in den USA: bis jetzt bekommen sie 370 Mark, später sollen es nur noch 170 Mark sein.

Studium für Berufstätige

Als erste Fernhochschule in der Bundesrepublik führt die Hochschule für Berufstätige in Rendsburg ein Probestudium für Bewerber ohne Hochschulreife ein. Dies gilt für die Studiengänge Diplom-Betriebswirt und Diplom-Wirtschaftsinformatik an Fachhochschulen. Da dieses Probestudium neben dem Beruf absolviert werden kann und ortsunabhängig ist, kann der Arbeitsplatz als Existenzgrundlage des Studenten beibehalten werden. Das Probestudium umfaßt vier Semester und ist identisch mit dem Grundstudium der beiden genannten Studiengänge. Insgesamt neun Klausuren sind zu absolvieren, für die der Student aber noch keine „Scheine“, sondern Hochschulfachzertifikate, also Fachzeugnisse erhält. Wer alle neun Klausuren besteht, hat den Nachweis der Studierfähigkeit wie jeder Abiturient erbracht.

Intellektuelle Olympiade

Gut 50 000 Studenten aus 500 Hochschulen und Universitäten Europas sollen sich bei den „Spielen des 3. Jahrtausends“ messen – nicht auf dem Sportplatz, sondern vor dem Computer. Die Fragen über Geschichte und Zukunft Europas erfassen die Bereiche Politik, Wissenschaft und Kultur. Vornehmlich französische Professoren und Wissenschaftler haben sich tausend verzwickte Fragen ausgedacht, die dann computergerecht aufgearbeitet wurden. Im Herbst startet die von jungen Leuten organisierte intellektuelle Olympiade mit den Vorentscheidungen in den beteiligten Hochschulen. Das Halbfinale mit 24 Mannschaften ist für Dezember in Berlin vorgesehen, das Finale mit den dann zu zwölf internationalen Mannschaften vereinten besten Kandidaten vor Weihnachten im Europäischen Parlament. Medaillen gibt es nicht zu gewinnen, wohl aber Treffen mit Staatschefs, Reisen, Auslandspraktika, Stipendien. Interessenten wenden sich an die AIESEC-Büros der Hochschulen.