Umzug der Affen

Das Primatenzentrum in der Nähe von Rio de Janeiro wird seines Erfolgs bei der Aufzucht einer Unterart von Kapuzineraffen nicht froh: Die Biologen haben die Affen möglicherweise vor dem Aussterben gerettet, wissen nun aber nicht, wo sie die Tiere in die Freiheit entlassen sollen. Die Waldgebiete, aus denen die Affen stammen, sind bis auf wenige kleine Flecken zerstört – in andere Regionen hingegen mögen die Biologen die Kapuziner nicht umziehen lassen. Die Tiere sind nämlich keine Vegetarier, sondern fressen auch Insekten und kleine Säugetiere; die Neuansiedlung der Affen könnte daher zur Ausrottung anderer Tierarten führen. Nun denken die Affenretter über spezielle Reservate nach.

Heiße Reaktion

Mit heißem Wasserdampf läßt sich Wasserstoff (H2) aus Methan (CH4 ) gewinnen. Dieses Verfahren setzte bisher Temperaturen von über 800 Grad Celsius voraus, um nennenswerte Mengen Wasserstoffs zu produzieren. Nun haben Chemiker der University of Southern California in Los Angeles (USA) das Patent für eine Technik erlangt, die bereits bei etwa 500 Grad effizient sein soll. Sie beruht auf keramischen Membranen, die mit Nickel als Katalysator überzogen sind. Die im Vergleich zu anderen Molekülen sehr kleinen Wasserstoffmoleküle entfernen sich durch die Membran vom Reaktionsort und machen Platz für neue Umwandlungen, darunter die Reaktion von Kohlenmonoxid mit Wasserdampf zu Kohlendioxid und zusätzlichem Wasserstoff. Der gewonnene Wasserstoff ist entweder als Energieträger interessant oder als Beimengung für die Brennkammer von Turbinen, um deren Emission von Stickoxiden zu verringern.