Thüringens Regierungschef Bernhard Vogel schlug Anfang des Jahres vor, die Zentralverwaltung des Goethe-Instituts von München in die Stadt Goethes, nach Weimar, zu verlegen.

Der Präsident des Goethe-Instituts, Hans Heigert, reagierte prompt und schrieb am 6. April einen Brief an die Bonner Föderalismuskommission, den wir in seinen Kernsätzen veröffentlichen.

„...Das Goethe-Institut als größte deutsche Mittlerorganisation mit weltweiten Kontakten und 155 Kulturinstituten in 73 Ländern kann zentrale Aufgaben in vollem Umfang nur an einem Standort wahrnehmen, der infrastrukturell und verkehrstechnisch dafür geeignet ist. Dies ist in einer schwer erreichbaren Kleinstadt wie Weimar weder mittel- noch langfristig überhaupt vorstellbar .. Das Goethe-Institut trägt seinen Namen eher zufällig und hat mit der Person und dem Werk Goethes selber (anders als etwa die Goethe-Gesellschaft) gar nichts zu tun. Der von Ministerpräsident Vogel hergestellte Zusammenhang entfällt damit völlig.“

Der Zeitgenosse staunt, weil er nun erfährt, daß das Goethe-Institut wohl auch Müller-Institut heißen oder nach Wolfgang Schulze benannt werden könnte.

Was zu beweisen wäre.