Also Ilse!

Wissen Sie noch, was eine Gleichstellungsstelle ist? Nein? Nicht? Aber was eine Gleichstellungsbeauftragte ist, das wissen Sie doch noch? Ein so langes Wort kann man einfach nicht vergessen. Das ist eine Frau, die dafür sorgen soll, daß bekannt wird, wann und wo und wie Männer Frauen diskriminieren, unterdrücken, nicht zum Zuge kommen lassen. Na also. Jetzt fällt’s Ihnen wieder ein. Uns liegt nun ein Rechtsgutachten zur Stellung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Nordrhein-Westfalen vor. Es hat 165 Seiten, und es ist sehr passend zu seinem Thema von einem Mann verfaßt worden, von Herrn Professor Volker Hassel. Oh, Volker, du hättest den Auftrag ablehnen und darauf hinweisen sollen, daß es inzwischen genügend Frauen gibt, die kompetent und kompetenter sind. Gewiß, es war nicht deine Idee, das Gutachten zu schreiben, die ignoranten Männer der Landesregierung haben dich beauftragt. Ach was! Es war eine Frau? Wie heißt sie? Es war die für die Gleichstellung zuständige Landesministerin höchstpersönlich? Also die Ilse. Interessant. Ilse Ridder-Melchers. Wozu braucht eine Frau zwei Nachnamen? Aber das nur nebenbei. Die Ilse also. Und warum? Donnerwetter noch einmal, warum? Weil sie für „die Gleichstellung von Frau und Mann“ zuständig ist, sagst du? Ach, komm, Volker. Laß stecken. Soviel Großzügigkeit kann sich eine Frau heutzutage doch noch gar nicht leisten. Schon gar nicht im Namen aller anderen Frauen von NRW. Soso. In der Tat. So heißt ihr Ministerium. Ministerium für die Gleichstellung von Frau und Mann. Tja, Volker, dazu fällt mir nichts mehr ein. Wie? Natürlich. Du hast dich bemüht, objektiv zu bleiben. Klar. Verstehe. Im Interesse von Frau und Mann.

Auf nach Zingst

Wer nicht weiß, wo Zingst ist, der hat eben noch nicht das getan, was mancher Westdeutsche „das Terrain vermessen“ nennt. Das gehört uns doch jetzt alles! Auch Zingst. Noch nie gehört? Das Ostseebad Zingst in Mecklenburg-Vorpommern? Der V.Z.G. hat das wohl schon immer geargwöhnt. Dabei gibt es den V.Z.G., den Verband Zingster Geschäftsleute, noch gar nicht so lange. „Wir haben uns als kleine Gewerbetreibende zusammengeschlossen, um auf Zingst aufmerksam zu machen“, schreibt uns der Sprecher des V.Z.G. Das allein reicht ja noch nicht. Jetzt muß noch Musik her. Pauken und Trompeten, auch gern Rock und Pop. Für das Wochenende vom 26./27. Juli ist ein Musikfest in Zingst geplant. Bloß die Musikgruppen fehlen noch. „Vielleicht besteht die Möglichkeit, daß Sie uns behilflich sein und in Ihrer Zeitung einen Aufruf schreiben könnten“, schreibt der V.Z.G. mit freundlichen Grüßen. „Mokt wi!“ rufen wir da auf Hamburger Platt den kleinen Gewerbetreibenden vom Meckelnbörger V.Z.G. zu. Wer noch Rückfragen hat, soll in Zingst 404 anrufen.