Seit kurzem kann man im Baskenland Ferien beim Bauern machen und direkt beim Büro für Agrotourismus buchen.

In der Gegend um Bilbao reiht sich eine saftig grüne Hügelkette an die nächste und erinnert an die Alpen – dort, wo die Berge noch nicht ganz so hoch und schroff sind. Wem die Bergidylle nicht ausreicht, der hat – im Unterschied zu den Alpen – den Vorteil, daß er sofort am Meer ist und die zerklüftete Küste des Golfs von Biskaya genießen kann.

Mit dieser reizvollen Mischung von Almurlaub und Strandferien will das Baskenland vom ETA-Terrorismus verschreckte Touristen zurückgewinnen. Deshalb wurde in den letzten Jahren ein Netz von gastfreundlichen Bauernhöfen aufgebaut, die unter dem baskischen Wort für Agrotourismus "Nekazalturismoa" mit einem eigenen Signet firmieren.

Den Plan, Kleinbauern diese Nebenerwerbsquelle zu erschließen, gibt es schon seit 1988. Der Ausbau von Gästezimmern und die besuchergerechte Renovierung der bäuerlichen Anwesen werden von der EG und der baskischen Regierung subventioniert.

Bis jetzt haben sich dem Programm über 76 Höfe mit rund 600 Betten angeschlossen. Die meisten Herbergen liegen zwischen Bilbao und San Sebastiän. Die Preise sind für spanische Verhältnisse moderat: Ein Doppelzimmer kostet vierzig bis sechzig Mark, Frühstück fünf Mark extra. Die meisten Zimmer haben ein eigenes Bad. Einige Bauern bieten auch Halb- oder Vollpension gegen entsprechenden Aufpreis.

Die Broschüre "Agrotourismus im Baskenland" verschicken die Spanischen Fremdenverkehrsämter in Deutschland, Tel. Frankfurt 069/72 50 33; München 089/53 01 58; Düsseldorf 0211/37 04 67.

Tinga Horny