Illegale Korallen

Der üble Gestank von verfaultem Seegras brachte Beamte des britischen Zolls auf die Spur eines illegalen Handels mit 53 Tonnen philippinischer Korallen, berichtet der New Scientist (25. Juli 1992). Wurden die Korallen vor 1986 eingesammelt, ist deren Ausfuhr erlaubt. Der Geruch der frischen Meeresvegetation wies indes auf ein jüngeres Datum. Wenn sich diese Vermutung erhärten sollte, dann stellt der versuchte Import nach Großbritannien außerdem einen Verstoß gegen die Internationale Konvention zum Schutz gefährdeter Lebewesen dar.

Flugzeug-Pest

Eine britische Untersuchung bestätigt jetzt frühere Studien über die Luftverschmutzung, die von verschiedenen Verkehrsmitteln hervorgerufen wird. Danach entfallen pro zurückgelegtem Kilometer auf jeden Flugzeugsessel 684 Gramm Kohlendioxid (CO2 ), während es für jeden Autositz nur 83 Gramm und für jeden Platz in einem elektrifizierten Schnellzug, wie dem französischen TGV, bloß 31 Gramm sind.

Gestörte Brut

An der gesamten Nordseeküste brüten die Vögel in diesem Jahr wie schon lange nicht mehr, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Der Grund ist das warme und trockene Wetter. Die Tiere finden, anders als ihre Artgenossen im Binnenland, trotz der ungewöhnlichen Witterung ausreichend Nahrung. Der Schlick des Wattenmeeres wirkt wie ein Kühlschrank und hält genügend Mahlzeiten für die Jungen bereit. Nur Badeurlauber stören. Sie vertreiben oft die Eltern, die dann nicht mehr mit ihrem Gefieder die noch flugunfähigen Küken schützen können.

Fehlgeleitete Tierliebe

Erst der Mensch macht sie zu "Heulern", jene vermeintlich mutterlosen Seehundjungen, auf die Strandspaziergänger immer wieder treffen. Das Landesamt für den Nationalpark Wattenmeer weist darauf hin, daß Seehundmütter keinen Kontakt zu ihren Jungen aufnehmen können, wenn Menschen in der Nähe sind. Meist seien die Tiere nicht krank oder von der Mutter verlassen, sondern nur vorübergehend von ihr getrennt. Werde der Fundort weiträumig abgesperrt, fänden die zwei wieder zueinander.