Fiktive Berge

Viele Jahrzehnte lang verzeichneten Landkarten von Westafrika ein nicht existentes Bergmassiv. Die Geschichte der fiktiven Kong-Berge hat unlängst der amerikanische Geograph Thomas Bassett (Universität von Illinois in Urbana-Champaign) rekonstruiert. Sie erschienen erstmals 1798 auf einer Karte des Kartographen James Rennell. Die Fälschung sollte die Autorität seiner Theorie über den Lauf des Nigers stützen. Bald zeigten alle Afrika-Karten diese Berge, und noch bis ins späte 19. Jahrhundert hielt sich die Legende von den Kong-Bergen, deren Gipfel von ewigem Schnee gekrönt seien.

Wie riskant sind Laser?

Laser fräsen, bohren, schneiden, schmelzen und schweißen vielerlei Materialien. Über die Gesundheitsbelastung, die dabei durch Emissionen entsteht, ist fast nichts bekannt, zumal Laser bei anderen Temperaturen und mit anderen Hilfsgasen arbeiten als herkömmliche Werkzeuge. Deshalb untersuchen Wissenschaftler der Universität Erlangen die potentiellen Gesundheitsrisiken für Menschen, die mit Lasern arbeiten. Das Interesse der Forscher gilt besonders der Bearbeitung von neuartigen Werkstoffen.

Geisterglaube

Fünfzehn Prozent der Bundesbürger glauben, daß es Geister gibt, in Westdeutschland gar siebzehn Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor. Erwachsene unter dreißig Jahren haben danach deutlich öfter an Geisterbeschwörungen teilgenommen als ältere Befragte.

Magnetische Hörhilfe

Die kalifornische Firma ReSound testet gegenwärtig eine neuartige Hörhilfe (New Scientist, 1. August 1992). Ein Mikrophon wird unauffällig an der Kleidung angebracht. Es funkt die aufgenommenen Signale an eine elektronische Schaltung, die zum Beispiel in einer Halskette untergebracht sein kann. Das Gerät wandelt die Funksignale in Stromstöße um, die wiederum einen Elektromagneten veranlassen, ein vibrierendes Magnetfeld zu erzeugen. Ein winziger Wandler, der am Trommelfell angebracht ist, setzt die Vibrationen in mechanische Schwingungen um. Die Vorteile der Hörhilfe: Ihre Einzelteile sind für andere Menschen nicht sichtbar, außerdem läßt sie den Gehörgang frei. Zu prüfen sind freilich noch die Risiken des Geräts. Der Wandler dürfte auch auf andere, starke Magnetfelder reagieren, etwa an industriellen Arbeitsplätzen.