Gentechnische Pilzbekämpfung

Nachdem der asiatische Schädlingspilz cryphonectria parasitica um die Jahrhundertwende nach Nordamerika gelangt war, raffte er mehrere Milliarden Kastanienbäume dahin. Es gibt jedoch "hypovirulente" Exemplare dieses Pilzes, die weitaus weniger aggressiv sind und diese Eigenschaft an andere Pilze weitergeben.

Bislang scheiterten Pflanzenschützer an der Aufgabe, mit deren Hilfe Kolonien des aggressiven Pilzes gezielt anzustecken und lahmzulegen. Kürzlich gelang es amerikanischen Molekularbiologen, das Erbgut der "bösen" Pilze gentechnisch so zu verändern, daß sie den "braven" Pilzen gleichkamen (Science, Band 257, Seite 800). Nach weiteren Untersuchungen wollen die Wissenschaftler eine Genehmigung beantragen, pilzbefallene Kastanienbäume im Freilandversuch mit den manipulierten Schädlingspilzen zu besprühen und zu heilen.

Mehr Strom für Umweltschutz

Nach Angaben der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke entfielen 1990 rund sieben Prozent des erzeugten Stroms, 26,5 Milliarden Kilowattstunden (kWh), auf den Eigenbedarf der Kraftwerke. Zehn Jahre zuvor waren es nur 17,5 Milliarden kWh gewesen. In diesem Zeitraum wurden zahlreiche Entstickungs- und Entschwefelungsanlagen installiert, die für den gestiegenen Strombedarf verantwortlich sind.