Investmentsparen ist eine riskante Angelegenheit. Wer den falschen Fonds erwischt, kann böse Überraschungen erleben. Selbst angesehene Finanzhäuser haben so manche Niete im Repertoire.

Die Commerzbank und die Bayerische Vereinsbank zum Beispiel bieten eine Reihe von Fonds ihrer gemeinsamen Investmenttochter Adig an, deren Leistung – zumindest zur Zeit – weit hinter der vergleichbarer Fonds herhinkt. Das ergab die ZEIT/Südprojekt-Investmentanalyse. So hat der Adig-Fonds Fondirent, Deutschlands zweitgrößter Publikumsfonds überhaupt, seinen Kunden in den vergangenen drei Jahren lediglich eine durchschnittliche Rendite von netto 4,8 Prozent eingebracht.

Nicht viel besser ging es den Besitzern von Anteilen am Adirenta, bisher ebenfalls einer der Großen in der deutschen Fondslandschaft. Seine Manager versuchen mit DM-Anleihen ihr Glück. Aber obwohl die deutschen Zinsen recht hoch sind, erwirtschaftete der Fonds in drei Jahren lediglich ein Plus von 12,2 Prozent, was einer Jahresverzinsung von 3,9 Prozent entspricht.

Es hat den Anschein, als handele es sich bei der Adig nicht nur um kleine Ausrutscher oder um Fehlentscheidungen einzelner Manager, sondern um ein grundsätzliches Problem. Das zeigt sich besonders bei den Fonds, die das Geld ihrer Kunden in Aktien investieren. Insgesamt verwaltet die Gesellschaft sieben Aktienfonds, von denen sechs (Fondak, Adifonds, Adiverba, Fondis, Fondiro, Aditec) regelmäßig von Südprojekt analysiert werden. Alle sechs weisen weit unterdurchschnittliche Ergebnisse aus, vier erwirtschafteten in den vergangenen drei Jahren nur Verluste. Der Adiverba, einst Aushängeschild der Adig, kommt auf ein Minus von 9,1 Prozent. Das ist mit Abstand das schlechteste Ergebnis eines Fonds für deutsche Aktien.

Über die Leistung der anderen großen deutschen Investmentfirmen informierte bereits der Beitrag "Die schwachen Riesen" in der ZEIT Nr. 33 vom 7. August. Wegen eines Übertragungsfehlers war der vorstehende Text leider aus der Anlayse herausgefallen. per