Folgen des Golfkrieges

Meeresforscher kamen jetzt zu dem Ergebnis, daß die ökologischen Folgen des Golfkrieges nicht so schlimm wie erwartet sind (Nature Bd. 358, S. 662). Während des Krieges ergossen sich nach verschiedenen Schätzungen zwischen 0,5 und 8 Millionen Barrel Öl (ein Barrel sind 159 Liter) in den Golf, auf den Ölfeldern verbrannten zur selben Zeit 500 Millionen Barrel. Die Verbrennungsrückstände hätten zu einer Wasserbelastung geführt, die vergleichbar sei mit jener vor einigen Küstenabschnitten der USA oder Großbritanniens. Ölrückstände in Sedimenten und Organismen scheinen sich weitgehend auf einen 400 Kilometer langen Küstenstreifen Saudi-Arabiens zu beschränken. Vor der Küste Bahreins, 500 Kilometer südlich, fiel die Verschmutzung sogar geringer aus als vor dem Krieg. Nach Ansicht der Autoren entlaste der Krieg die südlicheren Gewässer von ihrer üblichen Schmutzfracht, da durch Förderung und Transport in Friedenszeiten jährlich zwei Millionen Barrel Rohöl in den Golf fließen.