Lehrer sind Schwerarbeiter

Lehrer sind nicht faul. Und da ihnen das oft nicht geglaubt wird, müssen sie es hin und wieder mit einer Untersuchung belegen. Eine Studie des Münchner Arbeitsmediziners Müller-Limmroth zeigte unlängst: Das Lehrerdasein ist so belastet, daß es mit Schichtarbeitertätigkeit verglichen werden kann. So umfaßt das Arbeitsfeld des Lehrers 200 verschiedene Aktivitäten neben dem Unterricht – diverse Gespräche mit Schülern, Betreuung von Sachmitteln, außerunterrichtliche Veranstaltungen und vieles mehr. Seine Arbeitszeit beträgt im Schnitt 48,4 Stunden pro Woche, wovon nach der Unterrichtszeit von 18 Stunden und 27 Minuten nicht näher definierte "sonstige Tätigkeiten" mit 10 Stunden und 53 Minuten am höchsten zu Buche schlagen. Die Schularbeit führt bei 36,8 Prozent der Lehrer über 30 Jahre zum Unterrichtsbeginn zu stark überhöhtem Blutdruck, und 26,3 Prozent hatten diesen überhöhten Wert noch am Unterrichtsende. Darüber hinaus konnte bei Lehrern ein überdurchschnittlicher Anteil von Streßhormonen nachgewiesen werden.

Schulmodell für schlimme Fälle

Offiziell heißen sie "ausgrenzungsgefährdete Jugendliche", sozial benachteiligte Jugendliche, die an der Schule und oft auch an den Vorbereitungsklassen in den Berufsschulen scheitern. Eine Gruppe von Hamburger Berufsschullehrern hat sich nun zusammengefunden, um diesen Jugendlichen zu helfen. Nach dänischem Muster wollen sie eine "Produktionsschule" gründen, deren Grundidee die Bildung durch gesellschaftlich nützliche und sinnvolle Arbeit ist. In verschiedenen Werkstätten der Schule sollen jeweils kleine Gruppen von Jugendlichen unter Anleitung eines Lehrers und eines Meisters Waren und Dienstleistungen herstellen, die dann verkauft werden. In dieser Schule, die im nächsten Jahr ihre Arbeit aufnehmen will, sollen die Jugendlichen neben handwerklichen Fertigkeiten, Kooperation und Verantwortung vor allem lernen, daß es sich lohnt zu arbeiten und daß sie selbst etwas wert sind.

Weiterbildung in Richtung Osten

Das weite Feld der Weiterbildung hat jetzt das Ostasien-Institut der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität um ein weiteres Angebot ergänzt. Ab Oktober bietet es eine Reihe von Veranstaltungen zu China, Japan und dem pazifischen Raum an, die sich an Fernost-Reisende, aber auch an Fachleute aus Wirtschaft und Industrie richten. In zweitägigen Seminaren wird ein Überblick über Geschichte und Gesellschaft sowie Sprache und Kultur von China und von Japan vermittelt. Außerdem werden sie in Seminaren, etwa "Wie verhandle ich mit Japanern?", auf asiatische Geschäftsgebaren vorbereitet.

Sekten an Hochschulen

Sekten sind nach dem Ergebnis einer Umfrage an 36 Prozent der deutschen Hochschulen aktiv, meldet die Deutsche Universitätszeitung. Die Tendenz zeige, daß sich das Spektrum von Sekten wie die der Krishna-Anhänger zu psychologisch und christlich auftretenden Gruppen verschoben habe.