In Japan scheint das Schlimmste zunächst überstanden: Der freie Fall der Aktienkurse ist gestoppt und der Nikkei-Index seit dem Tiefpunkt Mitte August sogar um rund fünfzehn Prozent gestiegen.

Den plötzlichen Optimismus begründen die Börsenmakler in Tokio nicht nur mit der Korrektur eines übermäßigen Kursverfalls, sondern auch mit der Hoffnung, daß die japanische Zentralbank ihren Diskontsatz senkt und so die Konjunktur stützt. Ebenso hat das "konjunkturelle Notprogramm" der Tokioter Regierung viele Spekulanten dazu bewogen, wieder auf stärkeres Wirtschaftswachstum in Nippon zu setzen.

Sollte sich die japanische Volkswirtschaft schnell erholen, ginge wohl auch die rapide Talfahrt des Yen gegenüber der D-Mark zu Ende. Der Prognose über den Wechselkurs liegt ein verhaltener Optimismus über die Entwicklung in Japan zugrunde: In einem halben Jahr wird der Yen danach wieder das Niveau vom Anfang dieses für die Japaner so schwierigen Sommers erreichen.

Wer in der mittlerweile weltweiten Wirtschaftsflaute auf Gold baute, ist bisher tief enttäuscht worden. Zwar bewegte sich der Dollarpreis für eine Feinunze Gold nur wenig; aber deutschen Anlegern hat der Sturzflug der amerikanischen Währung das Geschäft mit dem Edelmetall kräftig verdorben.

Damit erfüllte Gold seine früher oft gerühmte Funktion als wertbewahrende Anlageform in Krisenzeiten auch in der jüngsten Zeit wiederum nicht annähernd. he