Aus mir spricht Enttäuschung, der Schmerz eines, der im Lauf von vierzig Jahren eine hoffnungsfrohe Gesellschaft sich in ihr Gegenteil hat verkehren sehen, aus Ignoranz, aus Arroganz, aus Egoismus, aus Geiz und Gier, eine Gesellschaft, die in den Ruin schlittert, wenn sie sich nicht auf ihre wirklichen Interessen besinnt.

Egon Schwarz: „Keine Zeit für Eichendorff – Chronik unfreiwilliger Wanderjahre“ in einer „Nachschrift“ zu den Erinnerungen des von den Nazis zur Emigration gezwungenen Gelehrten nach vier Jahrzehnten in den Vereinigten Staaten (Büchergilde Gutenberg).

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Die Verhältnisse in den USA ähneln denen in der ehemaligen UdSSR. Und die Republikanische Partei ist so korrupt, wie die KPdSU es war. Sie basiert auf denselben Prinzipien wie die Nomenklatura. Die Privilegierten haben die politischen Verbindungen, dieselbe Art von Bestechungen grassiert, und wer dazugehört, für den wird gesorgt. Vielleicht könnte ein besseres Bildungssystem helfen, denn in den amerikanischen Schulbüchern steht nur Mist – das Resultat von vierzehn Jahren rechter Bildungspolitik.

Der amerikanische Multimedia-Künstler Frank Zappa („Spiegel“, 34/92)

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Ich habe keinerlei Respekt vor den Leuten, die in diesem Land Regierungsverantwortung tragen – ich halte sie für ausgemachte Verbrecher. Die Exzesse des Marcos-Regimes auf den Philippinen verblassen im Vergleich zu dem, was heute in Washington abläuft. Das Ausmaß derKorruption, der Pflichtvergessenheit und das völlige Fehlen von Gemeinschaftssinn hat spätrömische Dimensionen angenommen ... Da ich an eine Veränderung von der Spitze an abwärts nicht glauben kann, ist meine einzige Hoffnung, daß sich von der Basis aus etwas verändert – daß genug Leute die Schnauze voll haben und die Penner verjagen.