Laser als Blitzableiter

Japanischen Wissenschaftlern soll es gelungen sein, mit einem Laserstrahl künstliche Blitze umzuleiten (New Scientist, 12. September 1992, S. 21). Mit dieser Methode wollen sie zukünftig verhindern, daß der Blitz in Türme einschlägt, die den Strom aus einem Atomkraftwerk in der Nähe von Kyoto übertragen. Die Nuklearanlage steht in einer Region, in der es im Winter häufig zu heftigen Gewittern kommt. Die blitzgescheiten Japaner nutzten die Tatsache, daß Hochenergielaser eine Spur ionisierter Luftmoleküle hinterlassen, die relativ wenig elektrischen Widerstand aufweist. In ihrem Versuch erzeugten die Forscher in einem Labor eine Spannung von 1,2 Megavolt. Obwohl sich direkt unter deren Quelle eine Elektrode befand, entlud sich die Spannung über einen Laserstrahl zu einer anderen Elektrode, die mehr als acht Meter entfernt war.

Vulkane zerstören Ozon

Vulkanausbrüche beschleunigen die Zerstörung von Ozon in der Stratosphäre. Zu diesem Schluß kamen zwei Forschergruppen, die untersuchten, wie sich die Ozonschicht nach den Eruptionen des Pinatubo und des Mount Hudson in Chile veränderte (Nature 359, 24. September 1992, S. 275). Die Wissenschaftler machen insbesondere Aerosole für den Abbau von Ozon verantwortlich, da sie die Reaktion der Moleküle dieser schützenden Schicht mit schädigenden Substanzen beschleunigen. Nach Vulkanausbrüchen steigt der Aerosolgehalt der Atmosphäre manchmal auf das Zehn- bis Hundertfache.