Pop-Snack aus Peru

Popping-beans oder ñuñas nennen sich weiche Bohnen mit einem Geschmack zwischen Erdnüssen und Popcorn, die, unterstützt vom Kolumbianischen International Center for Tropical Agriculture (CIAT), auf ihre letzte Rettung durch Feinschmecker der modernen Welt warten. Die ñuñas könnten laut CIAT einen wichtigen Beitrag zur Ernährung leisten. Weil in den Hochlagen der Anden das Wasser bereits bei niedrigeren Temperaturen kocht, benötigen gewöhnliche Bohnen, das Hauptnahrungsmittel von 300 Millionen Armen in Lateinamerika, dort lange Kochzeiten und damit knappes Brennholz. Anders die seit Urzeiten von den Indios angebauten ñuñas: Wenige Minuten reichen, um sie auf einer Pfanne wie Popcorn zu garen. Weil für Züchtungen zuwenig Geld da ist, können die an extreme Höhen angepaßten „Popbohnen“ bisher nicht über geographisch begrenzte Anden-Areale hinaus angebaut werden. Julia Kornegay, Bohnenzüchterin am CIAT, erhofft sich allerdings vom Weltmarkt eine Chance für die „Popbohnen“ und ihre peruanischen Farmer: Sie empfiehlt die Bohnen als Eiweiß-Snack, zubereitet in den Mikrowellenherden der Küchen des reichen Nordens.

Der Körper ist kühler

Die durchschnittliche Körpertemperatur des erwachsenen Menschen beträgt einer neuen Studie (JAMA, 30. September 1992, S. 1578-1580) zufolge 36,8 Grad und nicht 37,0 Grad, wie Laien und Mediziner seit über hundert Jahren angenommen haben. Da zudem die Körpertemperaturen je nach Tageszeit stark schwanken, schlagen die Autoren der Studie für die Definition erhöhter Temperaturen neue Werte vor. Von beginnendem Fieber kann damit je nach tageszeitlichem Meßpunkt bei Temperaturen über 37,2 Grad (sechs Uhr morgens) oder 37,8 Grad (16 Uhr) gesprochen werden. Vorausgesetzt, die Messungen werden im Mund und mit modernen Thermometern vorgenommen.

Brüten oder nicht brüten?

Oft ist es besser, anderen zuvorzukommen. Getreu dieser Regel sollten sich Vogelmännchen des Drosseluferläufers bei der Partnersuche verhalten. Denn nur wer sich als erster mit einem Weibchen paart, geht sicher, daß die von ihm selbst ausgebrüteten Eier mit eigenem Sperma befruchtet sind. Die Weibchen, die während der Paarungszeit von mehreren Männchen begattet werden, können nämlich Spermien ihres ersten Liebespartners über einen Monat speichern. Zuspätgekommene wärmen deshalb oft genetisch fremde Eier. Wie Lewis Oring von der Universität Nevada an einer Vogelpopulation in Minnesota mit Hilfe genetischer Techniken herausfand (New Scientist, 19. September 1992, S. 16), stammten von 111 bebrüteten Eiern elf nicht von dem die Brutpflege betreibenden Männchen ab. Da es den spät auf den Brutplätzen ankommenden Männchen nicht gelingt, die noch „jungfräulichen“ Weibchen ausfindig zu machen, bleiben ihnen nur zwei Optionen: Entweder verzichten die Vögel ganz auf Nachwuchs, oder sie nehmen in Kauf, eventuell die Frucht vorangegangener Liebesspiele großzuziehen.