Von Christian Tenbrock

Fast drei Jahre sind seit dem Fall der Berliner Mauer vergangen. Seither versuchen die Sieger des Kalten Krieges einen gemeinsamen Entwurf für die Zukunft zu finden. Gelungen ist dies bisher nicht. Während in Bosnien und Moldawien die Menschen sterben, kämpfen Japan, Europa und Amerika mit internen Turbulenzen und ungewohnten wirtschaftlichen Herausforderungen. Fortschritte auf dem Wege hin zu einer neuen Weltordnung sind kaum sichtbar.

Kein Wunder, sagen zwei amerikanische Autoren. Der abrupte Niedergang des sowjetischen Imperiums, so ihre Prognose, werde der Welt keine Ära der friedfertigen Partnerschaft und des wohlwollend geteilten Wohlstandes bringen. Das von dem Politologen Francis Fukuyama deklarierte „Ende der Geschichte“ sei eine nette, gleichwohl unhistorische Schimäre: Die Ära des Kalten Krieges gehe im Gegenteil in der Ära eines Kalten Friedens auf, in der die großen kapitalistischen Ökonomien in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Rang ringen werden:

  • Lester Thurow:

Head to Head

The Coming economic battle among Japan, Europe and America; William Morrow, New York 1992; 336 S., 25,– Dollar

  • Jeffrey Garten: