Die Vorstellung ist absurd. Da öffnet die Europäische Gemeinschaft ihre Binnengrenze, es finden keine Paß- und Zollkontrollen mehr statt, und dann sollen Fernfahrer an der Grenze stoppen, um ein Tages- oder Wochenticket zur Benutzung deutscher Autobahnen zu kaufen. Wenn dann erst alle Länder, die noch keine Autobahngebühr kassieren, die Gelegenheit zur Verbesserung ihrer Einnahmen nutzen, ist es mit der freien Fahrt durch Europa bald vorbei.

Die Brüsseler Kommission hat jetzt grünes Licht für das Bonner Vorhaben gegeben, eine Straßenbenutzungsgebühr für Lastkraftwagen einzuführen. Bonn darf zum Ausgleich sogar die Kraftfahrzeugsteuer für die deutschen Brummis senken. Unlogisch ist der Gedanke nicht, inländische wie ausländische Transporteure für die Benutzung der Infrastruktur zur Kasse zu bitten. Doch das läßt sich über Steuern elegant lösen.

Wenn erst einmal Eintrittsgebühren an der Grenze erhoben werden, dann wird man wieder über die Schnapsidee Brüsseler Technokraten herziehen. Noch haben die zwölf Verkehrsminister die Chance, den Spuk abzuwenden, eine Gegenstimme genügt... smi