DIE ZEIT

Kunstraub

Die Portraitbildnisse der scheuen, reizenden Prinzessin von Cleve und des unverblümt mit Augen und Händen agitierenden jungen Martin Luther sind zwei Meisterwerke der deutschen Renaissancemalerei.

Ein Winter des Grauens

Europa ist mutlos geworden, wortlos hat es den Nachbarn abgeschrieben: ein hoffnungsloser Fall. Aber wir können uns nicht darauf verlassen, daß das Gewissen stumm bleibt.

Strahlend

Radioaktives Caesium in einem Frankfurter Bahnhofs-Schließfach, radioaktives Strontium im Kofferraum eines in Frankfurt parkenden Autos, Fahndung nach angeblich bombenfähigem Uran in Nordrhein-Westfalen – der Schmuggel aus dem Bereich der ehemaligen Sowjetunion und ihrer Satelliten hat eine neue, gefährliche Dimension bekommen.

Worte der Woche

„Die internationale Gemeinschaft hat sich de facto zum Komplizen des Aggressors gemacht und läßt uns zum Opfer einer überlegenen militärischen Macht werden, die die Menschenrechte auf schlimmste Weise mißachtet.

Zeitspiegel

Zweihundert deutsche Ehrengäste waren auf Rechnung der Lufthansa nach Peking geflogen worden, Staatssekretäre und Bundestagsabgeordnete, Konzernführer und Hotelmanager samt Gattinnen.

Lieschen Müller ist nicht besser

Die da oben sind ganz schön unten durch. Die staatstragende Klasse in Bund, Ländern und Gemeinden wird mit einem Begriff bedacht, der seinerzeit einem Häuflein militanter Staatsfeinde vorbehalten war: Bande.

Bonner Bühne: Unter der Glocke

Mit dem Volk zu reden wird immer schwieriger. Das merkten Anfang der Woche auch ein paar Bundestagsabgeordnete, die sich auf Einladung einer Lokalzeitung dem Souverän stellten, allen voran Rita Süssmuth, ihre Präsidentin.

Nach jedem Abschied ein Anfang

Willy Brandt hat viele Leben gelebt, voller Abschiede und Anfänge. Sie kamen und gingen mit den großen Einschnitten, den Katastrophen, den Glanzpunkten, aber auch mit der „Mühsal der Ebene“ in der deutschen Geschichte seit der Weimarer Republik.

Marion Gräfin Dönhoff: „Nicht leichtgemacht“

Vor Jahren hat er einmal auf die Frage von Günter Gaus in einem Fernsehinterview geantwortet: „Ich will es nicht dramatisieren, das mit der schwierigen Kindheit – es war gut für mich gesorgt, das war es nicht.

Egon Bahr: Souverän für Deutschland

Das war ein langer Abschied, seit den heißen Tagen dieses strahlenden Sommers, bis die Blätter fielen. Als wollte der Freund einen an den Gedanken gewöhnen, daß er seinen 79.

Wer kauft beim .: Wer kauft beim häßlichen Deutschen?

Bis zur vergangenen Woche hatte die Weltöffentlichkeit von der neuzera Möbel GmbH wohl kaum Notiz genommen. Dann aber meldete Bild am Sonntag unter großer Aufmachung, die amerikanische Firma Ashley Furniture Industries habe gleichsam in letzter Minute vom Kauf der brandenburgischen Fabrik Abstand genommen – wegen der ausländerfeindlichen Krawalle im Osten Deutschlands.

Bonner Kulisse

Finanzminister Theo Waigel ist offenbar fest davon überzeugt, daß die Bundesregierung spätestens 1996 die Möbelwagen nach Berlin in Marsch setzen wird.

Europäische Gemeinschaft: Brüchig

Die Besorgnis der Bevölkerung gegenüber Europa aufzugreifen – mit diesem Motto sind die Regierungschefs der EG zum Gipfel nach Birmingham gereist.

Liechtenstein: Gierig

In den Adern Seiner Durchlaucht fließt offenbar Raubritterblut. Der bevorstehende Beitritt Liechtensteins zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und auch die mögliche spätere Mitgliedschaft in der Europäischen Gemeinschaft (EG) sollen, so will es das Staatsoberhaupt Hans Adam II.

The Queen

Immer wenn sich eine protokollarisch brisante Situation aufgebaut hat, wird die Europäische Management- und Marketing-Agentur (EMMA) eingeschaltet, um Schaden von Deutschland abzuwenden.

Manager und Märkte

Treuhand: Der Russe als Retter Löwenbräu: Die Jungfrau am Abgrund Eko: Der Partner im Zweifel

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