Schülergewalt in Australien

Nicht nur hierzulande ist die steigende Gewaltbereitschaft bei Schülern ein Problem; auch in Australien fühlen sich die Lehrer nicht mehr sicher, meldet die Deutsche Lehrerzeitung. So sind die Lehrer, die in den Pausen auf den Schulhöfen Aufsicht führen, mit Funkgeräten ausgerüstet, um so schnell wie möglich Hilfe herbeirufen zu können, wenn sie angegriffen werden. Wegen der zunehmenden Gewalttätigkeit sind auch die Befugnisse der Schuldirektoren erweitert worden. Sie sind jetzt ermächtigt, Jugendlichen den Schulbesuch bis zu einer Dauer von fünfeinhalb Jahren zu verbieten. Die Zunahme von Disziplinlosigkeit und Gewalt wird vor allem auf den Alkohol- und Drogenkonsum der Jugendlichen während der Unterrichtsstunden zurückgeführt. Der erhöhte Streß der Lehrer macht übrigens nicht nur ihnen, sondern auch der Staatskasse zu schaffen: In den vergangenen drei Jahren soll die Summe der an nervlich angeschlagene Lehrer ausgezahlten Krankengelder um 60 Prozent gestiegen sein.

Lehrer für Simbabwe

Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) möchte im Auftrag der Bundesregierung für 1993 Lehrkräfte und Lehrerausbilder für Simbabwe und Botswana gewinnen. Gesucht werden Lehrkräfte mit der Lehrbefähigung für die Sekundarstufe, und unterstützt wird die Lehrersuche vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt. Sowohl in Simbabwe wie in Botswana ist die Unterrichtssprache Englisch. Die Bewerber müssen neben guten Englischkenntnissen mindestens ein naturwissenschaftliches Fach (Mathematik, Physik, Biologie) als Prüfungsfach nachweisen können. Dabei spielt keine Rolle, ob sie derzeit angestellt oder arbeitslos sind. Berufserfahrung ist nicht erforderlich. Bevorzugt werden Lehrer, die eine entsprechende Motivation für die Arbeit in einem Entwicklungsland mitbringen und bereit sind, mindestens für zwei Jahre dortzubleiben und „europäische gegen afrikanische Lebensgewohnheiten einzutauschen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Ausreisetermine sind im Mai und September 1993. Interessenten können sich beim CIM, Bettinastraße 62, in Frankfurt am Main melden.