I.

George Bush? Der Anwalt in Miami blickt gequält auf. „Ich habe mein ganzes Leben lang die Republikaner gewählt. Eigentlich müßte ich dieses Jahr für Bush stimmen. Aber vielleicht bleibe ich doch lieber zu Hause.“

Bill Clinton? Der Ex-Diplomat in Washington hält mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. „Viel wissen wir ja nicht über ihn. Aber noch einmal vier Jahre Bush, das wäre nicht auszuhalten.“

Ross Perot? Der Journalist in New York lacht nur kurz und bitter auf. „Der Mann kann vielleicht Probleme beschreiben, aber lösen kann er sie nicht. Ein Kobold, der nur sound bites von sich gibt.“

Es ist schwer im Oktober 1992, jemanden zu finden, der noch George Bush die Stange hält – selbst unter Republikanern. Der Präsident wirkt ausgelaugt und abgeschlafft, ohne ein Gefühl dafür, wo den kleinen Mann der Schuh drückt, und unfähig, dem Volke deutlich zu machen, wofür er wirklich einsteht und wie er den Problemen des Landes zu Leibe rücken will. „Lauter Reklame, kein Produkt“, befindet der Journalist. – „Ein Mann ohne Prinzipien“, sagt der Ex-Diplomat. – „Er vermittelt den Eindruck, um Präsident zu sein, genüge es, Präsident zu sein“, urteilt schnöde der Anwalt.