Ausländer rein!

Wer dieser Tage die Namen von Rostock, Greifswald oder Frankfurt an der Oder im Radio hört, zuckt unwillkürlich zusammen und fragt sich: Schon wieder? Um so mehr freut es zu wissen, daß die neugegründete Europa-Universität in der Stadt Frankfurt/Oder inzwischen ihre Pforten öffnete und es ihr Ziel ist, deutsch-polnische Aussöhnung und Zusammenarbeit in die Tat umzusetzen. 200 000 Mark steuerte die Stiftung des Familienunternehmens Haniel im Ruhrgebiet bei. Das Geld kommt polnischen Studenten zugute, für die an der Europa-Universität ein Drittel der Studienplätze vorgesehen ist und die sonst kaum die Lebenshaltungskosten in Deutschland tragen könnten. Haniel ist ein Traditionsbetrieb. Ihm dürfte noch im Gedächtnis sein, daß es im vorigen Jahrhundert ohne die massive Einwanderung von Polen keinen Boom der deutschen Stahl- und Kohleindustrie gegeben hätte.

Hilfe aus dem Weltraum

Eine Unterschriften-Aktion, aber keine konventionelle: Ein Mann namens Pierre Sens aus Düsseldorf (Eckampstr. 21, 4000 Düsseldorf 1) will der Raumnot an Schulen und Universitäten per Satellit beikommen. Wie das? Er hofft, innerhalb der nächsten drei Jahre ein Bildungs-Satelliten-System aufbauen zu können. Vor allem Studenten sollen sich per Unterschrift bereit erklären, einen Teil ihres Studiums zu Hause zu absolvieren. Tag und Nacht könnte ein – noch in den Weltraum zu schießender – Satellit Bildungsprogramme ausstrahlen. Mit einem Tastatur-Telephon-System sollen die Lernenden mit dem Lehrenden im All kommunizieren. Ein Schub für die Raumfahrt und sicher auch einer für die Telekommunikationsindustrie. Was fehlt? Die Millionen für das Fernstudium aus dem Universum. Pierre Sens hofft auf die Unterstützung derer, die eines Tages von einem Bildungssatelliten profitieren könnten – wenigstens, um ihre Idee verbreiten zu können.