Wer mit dem Zug durch das Altmühltal fährt, etwa die Strecke zwischen Treuchtlingen und Eichstätt, möchte gelegentlich die Notbremse ziehen und aussteigen. Denn diese Landschaft mit ihren Felslabyrinthen, Wiesentälern und Burgen gehört zu den lieblichsten und romantischsten in Deutschland. Das mehr als 200 Kilometer lange Flußtal steckt zudem voll von kulturhistorischen und kunstgeschichtlichen Kostbarkeiten.

Der Kunstreiseführer „Das Altmühltal“ von Hans Gercke mit zahlreichen Abbildungen, Zeichnungen und Plänen (DuMont Buchverlag, 44,– DM) beschreibt nicht nur den mittleren Teil und den Endlauf der Altmühl, sondern widmet sich eingehend auch dem wenig bekannten Oberlauf, der etwa von Burgbernheim und Ansbach bis Treuchtlingen reicht.

Mit Akribie und Sachkenntnis werden alle wichtigen Orte und Städte entlang des Flußlaufes beschrieben, aber auch viele kleine, unbekannte Orte. Zudem versäumt es der Autor nicht, auf so kleine malerische Nebentäler wie das Anlautertal oder das Schambachtal einzugehen. Nachzulesen ist in dem Band auch, wo Sportbegeisterte interessante Freizeitgebiete vorfinden, wie beispielsweise im Fränkischen Seengebiet um Günzenhausen oder an dem kürzlich eröffneten Main-Donau-Kanal zwischen Dietfurt und Kelheim.

Trotz eines 40 Seiten umfassenden, sehr ausführlichen Informationsteiles werden allerdings Wanderer, Radfahrer oder alle, die mit Booten unterwegs sind, auf einen zusätzlichen Spezialführer nicht verzichten können. G. K.