Immer, wenn die Menschen nicht begreifen, wie Wirtschaft sich zwischen Triumphen und Talsohlen vollzieht, ist die Europäische Management- und Marketing-Agentur (EMMA) bemüht, dem Verständnis durch anschauliche Bilder aufzuhelfen. "Die Vorstellung der Bürger vom Wirtschaften", sagt EMMA-Direktionsassistent Dr. Günter P., "darf sich nicht in Milliardenlöchern und Schuldenbergen erschöpfen. Wir brauchen frische Metaphern, Fabeln und Parabeln!"

Die Kollegen denken nach.

"Vielleicht die Fabel vom Schatz im Acker", sagt Kollege G. "Als ein alter Mann ans Sterben kam, rief er seine Söhne zu sich und sagte, im Acker sei ein Schatz verborgen. Sie sollten danach graben. Die Söhne gruben und gruben und gruben. Sie fanden keinen Schatz, aber durchs Graben blühte alles auf, und der Acker trug reiche Früchte. Das war der Schatz."

"Aber", sagt Dr. P., "sollen wir heutzutage noch Landarbeit und noch mehr Agrarüberschüsse propagieren?"

"Nein", sagt G., "wir sind eine Stufe weiter. Hunderttausende deutscher Kleingärtner graben und graben und graben, als ginge es um die Früchte des Ackers. Dabei ist der Schatz, den sie gewinnen, ihre Gesundheit – durch körperliche Arbeit in frischer Luft!"

"Als Ersatz für Seehofers Reformpaket ungeeignet", sagt Dr. P.

"Lafontaines Fabel vom Bären", sagt Kollege M., "der seinem schlafenden Herrn eine Fliege vom Gesicht scheuchen wollte, mit treuer Hand einen Stein ergriff und zuschlug, wobei er leider seinen Herrn umbrachte – wäre das ein brauchbares Bild?"