• Baedekers Allianz-Reiseführer Kanada

Ostfildern, 1. Aufl., 1992; 960 S., 59,80 DM

Der erste Teil enthält allgemeine Informationen über Natur, Klima, Geschichte, Kunst und Kultur. Der folgende 150seitige Einführungsteil ist ausführlich, setzt aber, beispielsweise im Kapitel "Berühmte Persönlichkeiten", eigenwillige Prioritäten und ist nicht immer auf dem letzten Stand. Man fragt sich, welchem Kanada-Reisenden die Mitteilung nutzt, daß der Unternehmer Charles Bronfman im Jahre 1984 "direkt oder indirekt Vermögenswerte in Höhe von 38,5 Mrd. $" kontrollierte. Der Teil "Reiseziele von A bis Z", dem noch einige Routenvorschläge vorangestellt sind, wirkt durch die alphabetische Anordnung angenehm übersichtlich. Zu allen größeren Städten gibt es eine Übersichtskarte und einen Innenstadtplan. Der dritte Teil bietet dann – ebenfalls alphabetisch geordnet – "Praktische Informationen", die über alles Wissenswerte informieren. Nur der Umrechnungskurs für den kanadischen Dollar ist mit 1,63 Mark hoffnungslos veraltet. Zum Baedeker gehört außerdem eine Reisekarte von Kanada, auf der man rasch die entsprechenden Orte finden kann.

Abzuraten dagegen ist von einem weiteren Kanada-Buch, das bereits 1990 erschienen ist: dem "Berlitz Reiseführer Kanada".

  • Berlitz Reiseführer Kanada

Falk-Verlag Hamburg, 256 S., 16,80 DM

Er hat zwar den Vorteil, daß er ebenfalls klein und handlich ist und (nach den üblichen Einführungskapiteln) ganz Kanada, nach Provinzen gegliedert, vorstellt. Doch obwohl Sehenswürdigkeiten halbfett hervorgehoben und außerdem durch ein kleines Männchen mit Reisetasche und -führer gekennzeichnet sind, bleibt das Ganze eher unübersichtlich. Illustriert ist das Buch mit Instamatic-Urlaubsschnappschüssen. Immerhin ist der Berlitz-Reiseführer der einzige seiner Art, der einen Schnellkursus in Englisch und Französisch anbietet – für Urlauber, die ganz unvorbereitet reisen: "Was bedeutet das? Ich verstehe nicht. Bitte schreiben Sie es auf. Danke. Bitte."

Stefan Schreiber