Noch gibt es acht Börsen in Deutschland; neben Frankfurt, wo siebzig Prozent des Umsatzes gemacht werden, bestehen Regionalbörsen in Düsseldorf, München, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Hannover und Bremen. Seit dem Ende der achtziger Jahre jedoch bauen die Großbanken den Standort Frankfurt aus. Mit Zentralisierung des Handels und stärkerem Einsatz von Computern wollen sie den deutschen Finanzmarkt auf Weltniveau heben. Die Gründung der "Deutsche Börse AG" ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Die Gesellschaft soll künftig alle Börsengeschäfte und -dienstleistungen unter einem Dach anbieten und ein einheitliches System für den elektronischen Handel entwickeln. Zunächst drohten die Regionalbörsen zu Filialen der Frankfurter Börse zu werden. Nach anhaltendem Widerstand dürfen sich die kleinen Börsen nun mit insgesamt zehn Prozent am Gesellschaftskapital beteiligen. olt