Nord 3, Sonntag, 22. November, 22.45 Uhr: "Strandgeschichten"

Ganze Tage in den Bäumen? Ganze Tage am Strand! Bis der Sand im Schatten kalt wird und man die Schuhe wieder anziehen muß, in denen es kratzt und pikst.

Sand, überall Sand. Sand am Hals der Cola-Flasche, Sand im Mund, Sand an der Kühltasche, deren Plastikbezug in der Sonne ganz weich wird, Sand im Alugestänge der Campingstühle.

Und Marienkäfer, die schwärmeweise im Meer gelandet sind; sich an den Blasentang klammern und gerettet werden müssen. Und Luftmatratzen, die ein Loch haben und alle paar Minuten wieder aufgeblasen werden müssen. Und der Geruch von heißem Gummi, wenn man Atem holt dabei. Und der Geruch von Sonnenöl, von heißem, weichem Plastik, von Käsebroten mit zerlaufener Butter, von Schokoglasur auf dem Eis, das schmilzt und auf die Zehen tropft.

Ein Leben am Strand, stunden-, tage-, wochenlang im gleichen Rhythmus: Ist es schon warm genug? Ist es schon zu kalt? Müssen wir wirklich schon wieder gehen?

So ist das Leben. Nicht der Film. Und nicht das Fernsehen, jawohl!

Oder doch? Siebzehn Jahre lang hat die finnische Photographin Sirkka-Liisa Konttinen sich am Strand Bilder gemacht – Bilder von Menschen am Strand, im Nordosten von England, bei Newcastleupon-Tyne. Eine Ausstellung ist daraus geworden, ein Buch und jetzt, unterlegt mit einer Toncollage, auch ein Dokumentarfilm. Ein Film aus Photos.