Das Ausland lockt

Internationalität hat ihren Preis – auch in der erst ein Jahr alten Europäischen Betriebswirtschafts-Akademie (eba) in München. 875 Mark im Monat zahlen die Teilnehmer des insgesamt vierjährigen Studiums. Das private Institut arbeitet unter dem Dach der Pariser European Business School, die außerdem Dependancen in Spanien, Italien, Belgien und Großbritannien unterhält. Der Vorteil des Verbundes: Zwei Semester und fünf der insgesamt dreizehn Praktika verbringen die Studenten im Ausland; auch an der Heimatschule gehen sie ständig mit ausländischen Kommilitonen um. Staatlich anerkannt ist der internationale Grad des "EG-Betriebswirts" hierzulande jedoch nicht.

Losung aus Ilmenau

In Amerika ist es üblich, daß ehemalige Studenten ihrer Alma mater ein Leben lang verbunden bleiben, ideell und materiell. In Deutschland hat es diese Idee schwer, auch wenn akademische Aktivisten immer wieder neue Versuche starten, um an ihrer Hochschule "Freundeskreise" zu etablieren. Meistens schauen sie nur nach "Prommis" aus, aber es geht auch anders. Die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Technischen Universität Ilmenau hat jetzt zur Einweihungsfeier ihres neuen Gebäudes einen Förderverein gegründet, dem sich die künftigen Absolventen kaum werden entziehen können, denn der Dekan teilte ihnen zur Begrüßung mit: "Den Kommilitoninnen und Kommilitonen wird es eine Ehre sein, diesem Förderverein nach bestandenem Vordiplom anzugehören." Der Jahresbeitrag für Studenten beträgt zehn Mark. "So werden", schloß der Dekan seinen Brief an die Studenten, "unsere Visionen langsam zur Realität. Möge das gleiche für Ihre Studienziele gelten." Sein Gruß an sie: "Carpe diem".