Pipeline-Schnüffler

Ein vierbeiniger Schnüffler mit empfindlicher Nase, der Labrador Retriever, hilft neuerdings bei der Suche nach Lecks in Ölpipelines. Nachdem sich Wissenschaftler jahrelang den Kopf zerbrochen hatten, wie die tückischen Lecks in den häufig unterirdisch verlegten Ölpipelines ausfindig gemacht werden können, kam der Umwelttechniker Ron Quaife auf den Hund. Weil der Labrador gerne im verrotteten Laub schnüffelt, ließ der einfallsreiche Quaife den flüchtigen Duft von Chemikern zusammenmixen und mischte ihn anschließend dem "flüssigen Gold" bei. Strömt nun Öl aus einem Leck, wird der Stoff freigesetzt. Selbst durch meterdicken Boden und Schlamm steigt den Hunden der Duft in ihre empfindliche Nase.

Wie die Zeitschrift Kosmos in ihrer Dezemberausgabe berichtet, entdeckten die Hunde in Versuchen fast jedes Leck in der Leitung. Ein Grund dafür, warum Ölgesellschaften in aller Welt begeistert sind, können die empfindsamen Hunde doch viele Millionen Dollar einsparen helfen. 78 Labrador Retriever sind in den Vereinigten Staaten bereits im Schnüffeldienst. Vierzehn Wochen gehen die vielseitigen und anhänglichen Tiere in die Lehre. Sie haben sich schon als Rauschgiftspürhunde, bei der Jagd, als Minensucher, Blindenführer und Lawinenhunde bewährt. Ron Quaife dagegen erhält inzwischen Anfragen, ob er nicht die Lizenz für das Lieblingsparfüm der Labrador Retriever verkaufen will.