Eigentlich brauchte man über den Stoff mit dem fast unaussprechlichen Namen Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) gar kein Wort mehr zu verlieren. In der Ozonschicht klafft das Loch, die FCKW sind daran schuld und deshalb gehören sie abgeschafft, und zwar schnellstens. Bei der Ozonkonferenz in Kopenhagen haben sich Diplomaten aus 81 Ländern darauf geeinigt, vier Jahre früher als ursprünglich geplant auf die Chemikalie zu verzichten. Womit bewiesen wäre: Die internationale Umweltpolitik funktioniert.

Wirklich? Mußte das Loch im Himmel wirklich erst so groß werden? Werden nicht auch in Zukunft, wenn die rote Karte längst gezogen sein wird, noch träge FCKW-Moleküle in die Stratosphäre aufsteigen? Wird dann das Ozonloch zur Altlast vergangener Missetaten und Versäumnisse deklariert? Und sind nicht zu guter Letzt die besonders von der französischen Regierung so geliebten FCKW-Ersatzstoffe auch Ozonknacker und Klimakiller?

Es ist ein schlechter Witz, den Kampf gegen das Ozonloch zur Erfolgsgeschichte hochzustilisieren. Das würde nämlich bedeuten: Bei anderen Umweltproblemen genauso verantwortungslos zu zögern. vo