Von David Feldman

Warum tragen ältere Männer ihre Hosen höher als junge Männer?

Die häufigste Antwort, die Bekleidungsfachleute uns auf diese Frage gaben, lautet: Wenn Männer älter werden, werden sie ein bißchen kleiner, weil das Rückgrat ein wenig in sich zusammensinkt. Deshalb kriecht eine Hose, die vor ein paar Jahren noch auf Hüfthöhe saß, nach oben. Es gibt allerdings ein Problem mit dieser Rückgrat-Theorie: Wenn ältere Männer neue Hosen kaufen, dann kaufen sie trotzdem Hosen, die höher sitzen als auf der Hüfte.

Die am zweithäufigsten genannte Antwort ist die Bauch-Theorie, die besagt, daß hochsitzende Hosen ein lächerlicher Versuch seien, überflüssige Pfunde zu verstecken. Während diese Idee durch ihre Klarheit besticht, erklärt sie dennoch nicht, warum jüngere Männer mit wahrhaft entsetzlichen Bierbäuchen ihre Hosen niedrig tragen.

Ein weiser Mensch jedoch, Fred Shippe von der Vereinigung der amerikanischen Bekleidungsindustrie, bot uns die einleuchtendste Erklärung an: Hosen wurden bis zu den sechziger Jahren relativ hoch getragen, dann kamen die Blue jeans. Diese waren so geschnitten, daß sie statt in der Taille auf den Hüften saßen. Die meisten Männer, die heute älter als fünfzig sind, haben niemals Jeans getragen, und nun damit anzufangen, solche Hosen zu tragen, ist unkomfortabel. Jemand, der gewohnt ist, hochgeschnittene Hosen zu tragen, fühlt sich in Hüfthosen, als würde er sie jede Sekunde verlieren.

Die Jeans hat wahrhaftig die Männerbekleidungsindustrie revolutioniert und – im Wortsinn – unsere Ansichten hinuntergezogen. Wenn wir hochgeschnittene Hosen sehen, dann denken wir automatisch "alt" oder "spießig". Dagegen ist das vielbeschriebene Rauf und Runter der Damenröcke nur Nebensache.

Wenn nichts am Teflon klebt, wie schafft man dann, daß das Teflon an der Pfanne haftet?