DIE ZEIT

Dichtmachen?

Auf Dauer könne die Bundesrepublik nicht das beliebte "Asyl-Reserveland" für ganz Europa bleiben, lautete bisher ein verständlicher Stoßseufzer.

Ein schneller Schlag

Ein Alptraum ist zu Ende, doch weitere Schreckensnächte stehen bevor. Die schnelle Aufklärung der Morde in Mölln befreit dieses Land von der Seelenqual, ein besonders niederträchtiges Verbrechen könne ungesühnt bleiben.

Zeitspiegel

Ganz Ostdeutschland ist von westdeutschen Produkten überschwemmt... Ganz Ostdeutschland? Das von unbeugsamen Bäckern bewohnte Dresden hört nicht auf, Widerstand zu leisten.

Wenig Hoffnung auf Karlsruhe

Pessimismus ist angebracht. Vieles deutet darauf hin, daß die Fristenregelung in Gefahr ist. So hat der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts die ältere Klage der bayerischen Staatsregierung gegen das geltende Recht mit der neuen Klage von 249 Unionsabgeordneten gegen das neue Abtreibungsgesetz verbunden.

Gysi geht

Da schraubten sie das SED-Symbol vom Hause des Zentralkomitees, und der Gysi, beklagte sich Honecker, habe noch gelacht. Er lachte auch mit dem Besen in der Hand, auf dem Sonderparteitag Ende 1989.

Streben nach Konsens

Arkadij Iwanowitsch Wolskij gilt als eine Schlüsselfigur in der Auseinandersetzung um den künftigen Kurs Rußlands. Der 61jährige Vorsitzende des russischen Industrieverbandes kann sich auf über 2000 Generaldirektoren der großen Staatsbetriebe stützen.

"Rußland muß nicht zerfallen"

ZEIT: Arkadij Iwanowitsch, alle sehen in dieser Woche gebannt auf den Kongreß der Volksdeputierten. Aber viele Bürger meinen, daß Sie die Fäden schon vorher gezogen haben.

Bonner Bühne: Attentat auf den "Dicken"

Der Kanzler, das muß einmal gesagt werden, ist nicht an allem schuld. Die "Krise beim Südwestfunk" allerdings, die laut Welt in Baden-Baden tobt, geht eindeutig auf Kohls Konto.

Wer nicht rechts ist, ist links

Die einen haben die Reichskriegsflagge gehißt, die anderen den schwarzen Stern auf rotem Grund. Die einen wohnen in der Oberstadt, wo die Schlafpaletten der Arbeiterklasse in Fünferreihen hintereinanderstehen.

Rein in die Shows

"Viele Politiker und Journalisten wollen es noch nicht wahrhaben, aber wer sich die Fernsehlandschaft ansieht, kann den Politikern nur einen Rat geben: rein in die Talkshows und Unterhaltungssendungen.

Waffenhandel: Besorgt

Wieder einmal waren Rüstungsgeschäfte Thema der vergangenen Tage. Die Abgeordnete Uta Zapf und sieben weitere SPD-Parlamentarier haben gegen den Export von 18 000 Granaten der Firma Eurometaal (Verden) in die Türkei protestiert.

Ozonloch: Behütet

Alarm abgeblasen: Wir bleiben reich und werden überleben. Die Rettung kommt, recht überraschend, vom Fachverband Hut & Mütze.

Bonner Kulisse

Das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden ist eine hohe Kunst, die nicht jeder beherrscht. Gebhard Ziller, Staatssekretär im Forschungsministerium, scheint sich darauf zu verstehen.

Rudolf Engen: Oh Weiwei

Immer um die Weihnachtszeit wird Kollegin S. von der Europäischen Management- und Marketing-Agentur (EMMA) sehr unruhig. Soll sie es wagen? Es liegt doch klar im Trend! Es gibt die Kauffrau, es gibt die Torfrau für den Damenfußball – warum soll es nicht auch mit Weihnachten funktionieren? Oder werden die Kollegen spotten? Dieses Jahr hat Kollegin S.

Markt-Report: Gepflegte Kurse

Schaffen die Börsianer am Aktienmarkt noch eine Rallye zum Jahresschluß? Die fundamentalen Daten der deutschen Wirtschaft und ihrer großen Unternehmen sprechen eher für sinkende Kurse.

ZEIT/Südprojekt-Prognose: Wenig Lichtblicke

Harte Zeiten für Anleger: Wer sich mit einem vorweihnachtlichen Schnäppchen beschenken will, muß lange suchen. Die konjunkturellen Aussichten sind weltweit trübe und entsprechend düster die Perspektiven für die Kapitalmärkte.

Manager und Märkte

Zigaretten: Nachschub von der Polizei Elektronikschrott: Hoffen auf flotte Geschäfte Bananen: Brüssel fördert den Irrsinn

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