Die Subventionserfinder in den deutschen Regierungsämtern haben sich wahrlich einen Platz im Guinness-Buch der Rekorde verdient. Seit der deutschen Einheit verging – im statistischen Durchschnitt – nicht ein Tag, an dem nicht ein neues Hilfsprogramm in Gang gesetzt wurde, mit dem die ostdeutsche Wirtschaft angekurbelt werden soll. Selbst Experten unter den Programmzählern haben in der Flut längst die Übersicht verloren. Wen kann es da noch wundern, daß weder die eigentlichen Adressaten, die Pionierunternehmer im deutschen Osten, noch die Verteiler der Subventionsgelder in den Amtsstuben den Inhalt und die Bedingungen der Programme kennen? Dank der unübersichtlichen Vielfalt sind ausgerechnet die Aufbauhilfen zum Aufbauhemmnis erster Ordnung avanciert, das inzwischen gleich nach den ungeklärten Eigentumsverhältnissen rangiert. Masse ist eben nicht Klasse – im Gegenteil: Sie führt nun sogar dazu, daß das Klassenziel verfehlt wird – der Aufbau Ost. whz