Es wäre schon eine Überraschung, wenn Giscard und Chirac nicht in diese neue Falle tappten. Zwar haben sie sich inzwischen darauf geeinigt, nach amerikanischem Vorbild Vorwahlen unter den Mitgliedern der UDF abzuhalten, die den Präsidentschaftskandidaten der Rechten bestimmen sollen. Aber es ist unwahrscheinlich, daß die komplizierte Konstruktion bis 1995 hält. Der frühere Premierminister Raymond Barre, selbst ein möglicher Präsidentschaftskandidat, ließ kürzlich wissen, wie er darüber denkt: "Ein Blödling, wer diese Vorwahlen für glaubwürdig hält."

Giscard, Chirac und Mitterrand: Die alten Männer, welche die politische Bühne Frankreichs schon seit Jahrzehnten dominieren, riskieren es, ihr Land für zwei weitere Jahre lahmzulegen, während sich die innen- und außenpolitischen Probleme häufen.