Im September waren in den alten Bundesländern 475 000 Langzeitarbeitslose gemeldet. Unter diese Kategorie fallen alle, die länger als ein Jahr nach einem Job suchen. Seit 1988 ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen vom Höchststand 685 000 zunächst gesunken. Dafür sorgte auch ein Fünf-Jahres-Programm der Bundesregierung "Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose", das mit 490 Millionen Mark ausgestattet ist. Knapp 90 000 Frauen und Männer fanden so befristet Arbeit. Seit einiger Zeit steigt die Zahl der Langzeitarbeitslosen jedoch wieder. Das liegt an der wirtschaftlichen Schwäche im Lande.

In Ostdeutschland könnte Langzeitarbeitslosigkeit künftig zum ganz großen Problem werden. Dort sind rund 22 Prozent aller Arbeitslosen ein Jahr und länger ohne Job. Im Westen liegt diese Quote bei knapp 27 Prozent. Die neuen Bundesländer stehen aber nur deshalb relativ günstig da, weil viele Firmen erst im Verlauf des vergangenen Jahres zusammengebrochen sind.