Eine Bruchlandung kann den lang ersehnten Skiurlaub zum Horrortrip machen. Damit das verpatzte Wintervergnügen kein allzu tiefes Loch in die Ferienkasse gräbt, empfiehlt es sich, vor der Reise eine Versicherung abzuschließen.

Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) bietet für 43 Mark pro Person und 85 Mark für die ganze Familie ein Versicherungspaket mit Sportgeräte-, Unfall-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung an. Wird beispielsweise ein Ski gestohlen, beschädigt oder zerstört, ersetzt die Versicherung je nach Einkaufsjahr zwischen hundert und zwanzig Prozent des Kaufpreises. Bei einem Sturz mit Verletzungsfolgen kommt die Unfallversicherung für die Bergungskosten auf. Im Invaliditätsfall erhält der Versicherte vom vollendeten vierzehnten Lebensjahr an bis zu 30 000 Mark. Stirbt er an den Folgen des Unfalls, steht den Hinterbliebenen die Versicherungssumme zu.

Die „Freunde des Skisports“ im Deutschen Skiverband (DSV) haben gegen einen Mitgliedsbeitrag von 79 Mark Anspruch auf den DSV-Superschutz. Familien zahlen eine Pauschale von 178 Mark. Über die Angebote des ADAC-Paketes hinaus schließt die Assekuranz des DSV eine Krankenversicherung mit ein, welche die Kosten für den Krankenhausaufenthalt im Urlaubsort, für Rücktransport und Überführung übernimmt. Der DSV-Superschutz finanziert sogar einen Teil der Nachhilfestunden für Schüler, die nach Skiunfällen den Anschluß in der Schule verpassen. Die Versicherungssummen der Wintersport-Versicherung des Deutschen Skiverbandes sind bis zu viermal so hoch wie die des Automobilclubs. Lediglich beim Rechtsschutz ist der DSV knauseriger als der ADAC.

Die Risiken des Skifahrens decken auch Versicherer ab, die sich nicht ausschließlich auf den Wintersport spezialisiert haben. Während die Policen des ADAC sowie des DSV bis zu einem Jahr gelten und ausschließlich im Paket zu haben sind, lassen sich bei anderen Anbietern auch kurzfristige Versicherungen abschließen.

Eine Reisegepäckversicherung von Elvia kostet beispielsweise für einen Urlaub bis zu zehn Tagen 27 Mark. Die Wintersportausrüstung ist im versicherten Reisegepäck mit eingeschlossen.

Bei Hanse-Merkur kann ein Urlauber bereits für vier Mark eine Reise-Unfallversicherung abschließen, and die Europäische bietet Reise-Krankenversicherungen ab acht Mark an.

Niedersachsens Verbraucherzentrale hält die Reise-Krankenversicherung für einen der wichtigsten Vertragsabschlüsse vor Urlaubsbeginn. Wer Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ist, wird zwar gegen Vorlage eines Auslandsberechtigungsscheins in EG-Staaten und in Ländern, die mit der Bundesrepubik ein Sozialabkommen getroffen haben, medizinisch versorgt. In manchen Urlaubsländern jedoch betreten Ärzte oft ausländische Touristen nur als Privatpatienten gegen entsprechend hohes Entgelt, die Krankenkassen ersetzen aber nur den gesetzlichen Satz.