„Mach Augen und Ohren auf, dann wirst du schon merken, was los ist.“

Marianne zu Ferdinand in Jean-Luc Godards „Pierrot le fou“

Von Norbert Grob

Drei, vier Abende im Kino um die Ecke, nicht in ausgesuchten Filmen, sondern im alltäglichen Programm. Auf den ersten Blick ist alles beim alten in Hollywood: love & hate, action, violence & death. Kino als Erfahrungsraum der übergroßen Taten und Träume, der übergroßen Abenteuer und Affekte. Noch immer ist das Geschehen märchenhaft verklärt. Und die Konflikte darin sind zugespitzt aufs überdeutliche Entweder-Oder, auf Alles oder Nichts.

Ein junger, sorgloser Anwalt der Marine, dem nichts wichtig zu sein scheint außer seinem Spaß, den jedoch, als er sich selbst wichtig zu nehmen beginnt, niemand aufhalten kann („Eine Frage der Ehre“).

Ein Photograph für die schmutzigeren Fälle, ein Mann der Stadt und der Nacht, der plötzlich, als eine Frau Interesse für ihn zeigt, sich einzumischen beginnt, mit allen Kniffen, die sein Metier ihm gestattet („Der Reporter“).

Ein paar Spezialisten, die den perfekten „Bruch“ beherrschen, diese Fähigkeit aber nur einsetzen, um die Sicherheitsanlagen ihrer Opfer zu testen – was sie am Ende dazu ausersieht, die ganze Welt zu retten („Sneakers“).