Ruf mal an

Ein Kind hat Bauchweh und ruft in den Telephonhörer „Mutter“. Die Alarmierte kommt nach Hause, weiß sich keinen Rat und ruft ebenfalls „Mutter“, und die Oma wird alarmiert. In beiden Fällen wählt das Telephon die richtige Nummer, da es Stimme und Rufnummer gespeichert hat. Dieses Stimmenwählsystem wird jetzt in 400 Haushalten in den USA erprobt. Die Telephongesellschaft Nynex Corporation glaubt an ihr tastenloses Wählen: Schon in drei Jahren sollen mehr als die Hälfte der New Yorker Telephonanschlüsse mit dem System ausgerüstet sein, das einfach zu programmieren, bei ganz normalen Geräten einsetzbar und nur zehn Mark im Monat koste.

Weitsichtige Rabeneltern

Bei den „weißgesichtigen Bienenfressern“ hat der Generationenkonflikt Methode. Kaum hat ein Jungvogel mit seiner Braut an einem Felsen in der Savanne Kenias ein Nest gegraben, erscheint der Vater und belästigt den Filius so lange, bis er zum Nest der Eltern zurückkehrt. Dort muß er im Haushalt mithelfen. Das ungewöhnliche Verhalten macht in den Augen eines Evolutionsforschers durchaus Sinn: Besonders in Trockenjahren erlaubt die zusätzliche Arbeitskraft den Bienenfresser-Eltern, mehr Junge durchzubringen, und verschafft dem Jüngling Erfahrung im Brüten. Und die kann er dann im nächsten Jahr gebrauchen, wenn er – unbehelligt vom Vater – selber Vogelkinder aufzieht.

Gott steh’ uns bei

Mit Gott fährt man immer gut – auch in der Physik. Das dachte wohl Elementarteilchenforscher Leon Lederman und gab seinem Buch über das bislang vergeblich gesuchte „Higgs-Boson“ den Titel Das Gottes-Teilchen. Irritierte Frager erfuhren von dem phantasievollen Autor, Gott repräsentiere „alles, was wir noch nicht verstehen“. Auf weitere religiöse Teilchen sind wir gespannt.