Sinkende Selbstmordraten

Immer wieder berichten die Medien über eine bedrohliche Zunahme der Schülerselbstmorde, vor allem in den neuen Bundesländern. In Wirklichkeit aber geht die Zahl der Jugendlichen, die ihrem Leben freiwillig ein Ende setzen, seit Ende der siebziger Jahre kontinuierlich zurück, berichtet die Deutsche Lehrerzeitung. Von 1970 bis 1978 stieg sie in der Gruppe der Fünfzehn- bis Zwanzigjährigen bei den Jungen noch um etwa drei auf achtzehn je 100 000 und bei den Mädchen um zwei auf sieben je 100 000 Gleichaltrige. Seitdem nimmt die Selbstmordrate stetig ab. Nach wie vor fallen dabei regionale Unterschiede auf. Zu den Bundesländern mit hohen Suizidraten gehören traditionell Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Neuere Statistiken lassen darauf schließen, daß die Suizidrate nach der Wende sowohl im Westen als auch in den neuen Bundesländern weiter sinkt. Nach Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik in Potsdam verringerte sich ähnlich wie in Ostberlin auch in Brandenburg die allgemeine Selbstmordrate von rund 27 (1987) auf 22 (1990). Darunter waren zwanzig Jungen und acht Mädchen zwischen fünfzehn und zwanzig Jahren.

Teure Lernerfahrung

Ausgerechnet in der Wirtschaftsflaute kommt die Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung Koblenz (WHU) mit einem ebenso innovativen wie kostspieligen Produkt auf den Weiterbildungsmarkt. Gemeinsam mit Managementschulen in Lyon und im britischen Cranfield bietet die Forum Mittelstand GmbH an der WHU ein Seminar für Führungskräfte an, die europaweite Strategien entwerfen und den Besonderheiten der verschiedenen nationalen Kulturen Rechnung tragen sollen. Die Lektionen in europäischer Integration werden in Berlin und Paris abgehalten und dauern zweimal sechs Tage. In den vier Wochen zwischen den beiden Unterrichtsblöcken erprobt sich jeder Teilnehmer an einem eigenen Projekt. Allerdings ist der Unterricht nicht billig. 5800 Ecu, mehr als 11 000 Mark, verlangen die drei erstklassigen Schulen für die Lernerfahrung – „ohne Unterkunft und Transport“.